Luis Camnitzer

Luis Camnitzer Biografie

Luis Camnitzer wurde 1937 in Deutschland geboren, seine Eltern flüchteten jedoch vor dem Nazi-Regime nach Uruguay, wo er einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte. 1964 zog er nach New York, wo er sich in den 1960er Jahren rasch als führende Figur der New Yorker Konzeptkunst etablierte. Er begann zunächst als Druckgrafiker und war eines der Gründungsmitglieder des New York Graphic Workshop, der die Konzeptkunst als Speerspitze der Grafik etablieren und dadurch die Definition des Mediums erweitern wollte. Camnitzers künstlerische Praxis entwickelte sich anschließend in Richtung Skulptur und Installation weiter und setzte sich mit Themen sozialer Ungerechtigkeit und Unterdrückung auseinander, wodurch seine tiefe Abneigung gegenüber Institutionen zum Ausdruck kam.

 

In den 60er und 70er Jahren befasste sich seine Arbeit mit den Menschen, die im Zuge der damaligen Machtübernahme der Regimes in Südamerika von einem Kreislauf der Ungerechtigkeit erfasst worden waren. Seine Arbeit Leftovers (1970), die aus blutbefleckten, nummerierten und ordentlich aufeinander gestapelten Kisten besteht, bietet einen brutalen und unmissverständlichen Einblick in die “Body Count-Logistik”, wie sie vom machthabenden Regime in Uruguay vollzogen wurde.

Camnitzer nutzt oft Humor, um seine Botschaft zu vermitteln, und sein politisches Engagement verlieh seiner Sprache — als integralem Bestandteil seiner Kunst — einen lebendigen, beißenden Sarkasmus. Seine Arbeit ist in den ständigen Sammlungen einiger führender Museen weltweit zu finden, unter anderem im MoMA und dem Whitney Museum in New York sowie der Tate Britain in London.

Erhältliche Arbeiten: 1

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