Andy Warhol

Andy Warhol Biografie

Andy Warhol hat mit seiner Fähigkeit, den Zeitgeist zu erkennen, den Lauf der Kunstgeschichte für immer verändert und die Wahrnehmung des zeitgenössischen Lebens beeinflusst. Mit Techniken zur massenhaften Vervielfältigung seines Werkes stellte Warhol etablierte Überzeugungen über die Natur der Kunst in Frage und hob die Unterscheidung zwischen Populärkultur und Hochkultur auf.

 

Als Kind tschechoslowakischer Migranten wurde Andy Warhol 1928 in Pittsburgh geboren und studierte am Carnegie Institute of Technology, bevor er 1949 nach New York zog. Er machte sich schnell einen Namen als erfolgreicher Werbegrafiker und arbeitete für das Glamour Magazine, wo sein Talent als Zeichner und Stylist entdeckt wurde.

 

Andy Warhols Aufstieg zu Ruhm begann 1962 mit der Eröffnung seines mittlerweile legendären Studios The Factory – einem wichtigen Treffpunkt für Schauspieler, Musiker (wie den Velvet Underground) und bizarre Charaktere. Seinen ersten Gemälden mit vervielfältigten banalen Motiven wie Suppendosen und Coca-Cola-Flaschen folgten seine Bilder von Prominenten. Bereits 1962 erkannte Warhol, dass der Siebdruck – der bis dahin wegen seiner Verwendung als industrielle Technik mit Skepsis betrachtet worden war – für die Herstellung von Druckgrafik genutzt und als eigenständige Kunstform verwendet werden kann. Mit Hilfe von Assistenten produzierte er Serien von Blumen, Kühen, Porträts und Bildern bekannter Haushaltsprodukte. Später wandte er sich der Videokunst zu und produzierte über 60 für die Zeit äußerst ungewöhnliche Filme, von denen einer einen Mann zeigt, der 45 Minuten lang einen Pilz isst.

 

Andy Warhols Leistung bestand darin, Konsumismus und Populärkultur gleichermaßen zu feiern und in Frage zu stellen. Er genoss seine Berühmtheit, besuchte trendige Nachtclubs wie das Studio 54 und schwelgte in Ruhm, Reichtum und Kommerz des amerikanischen Lebens. Doch seine Arbeiten zeigen einen offensichtlichen Widerspruch, indem Pop-Ikonen und Markenbilder eine von Geld und Prominenz besessene Gesellschaft spiegeln – eine Dichotomie, die sein ganzes Leben und Werk bestimmte.

 

Andy Warhol, der 1987 in Manhattan starb, gilt als Stimmungsbarometer des Kunstmarktes. Sein Gemälde Silver Car Crash (Double Disaster) von 1963 wurde im Jahr 2013 für atemberaubende 105 Millionen Dollar verkauft und seine Arbeiten machen oft Schlagzeilen für Auktionsrekorde. Er ist eine tragende Säule jeder großen Sammlung auf der ganzen Welt und befindet sich in den ständigen Sammlungen aller bedeutenden Museen für zeitgenössische Kunst. Jüngste Ausstellungen seiner Werke fanden im Museum of Modern Art in New York, im Guggenheim Museum in Bilbao und in der Gagosian Gallery in New York statt. Das Warhol Museum in Pittsburgh, Pennsylvania, besitzt die größte Sammlung von Andy Warhols Kunstwerken sowie Archivmaterial.

Erhältliche Arbeiten: 84