Andreas Gursky

Andreas Gursky Biografie

Andreas Gurskys atemberaubende großformatige digitale Bilder haben ihn zum herausragenden Fotografen unserer Zeit gemacht. Seine spektakuläre Vision von der Welt kann man sagen, hat eine völlig neue fotografische Sprache hervorgebracht und die Art und Weise, wie Künstler Bilder erstellen, neu definiert.

 

Andreas Gurskys Arbeitsweise ist sehr eigenständig und berühmt für die Vorgehensweise, wie er Motive, die er fotografiert hat, anschließend verändert. “Alle meine Bilder basieren auf einer direkten visuellen Erfahrung, aus der ich eine Idee für ein Bild entwickle, das im Studio getestet und schließlich am Computer bearbeitet und präzisiert wird.” Gursky schafft mit seinen Kompositionen eine einzigartige Mischung aus Fiktion und Realität, ohne dass wir je herausfinden könnten, ob und wo das Bild manipuliert wurde oder nicht.

 

1955 in Leipzig geboren, machte sich Andreas Gursky mit den Geräten und Techniken der Bildbearbeitung in dem Fotostudio vertraut, welches sein Vater später in Düsseldorf betrieb. Gursky besuchte einen Fotografiekurs an der Folkwang Universität der Künste in Essen und besuchte ab 1981 die legendäre Fotografieklasse an der Kunstakademie Düsseldorf unter der Leitung von Bernd und Hilla Becher. Zu seinen Kommilitonen gehörten die ebenfalls berühmt gewordenen Künstler Thomas Ruff, Candida Höfer und Thomas Struth.

 

Erst 1992 wechselte Andreas Gursky zur digitalen Fotografie und erkannte die erstaunlichen Möglichkeiten, die sich ihm durch die digitale Manipulation eröffneten. Durch das Zusammenfügen mehrerer Bilder und die Kombination der Details aus zwei verschiedenen Perspektiven konnten plötzlich überraschende neue Formate und Maßstäbe erreicht werden. Andreas Gurskys voluminöse Landschaften, die er oft aus der Luft fotografiert, fallen mit der zunehmenden Popularität der Fotografie Anfang der 90er Jahre zusammen.

 

Vieles von Andreas Gurskys Werk ist von seiner Faszination für kollektive Existenzformen inspiriert: er zeigt riesige künstliche Strukturen, Massen-Versammlungen und Gruppen von Menschen in Fabriken oder auf Festivals. Die Vielfalt des zeitgenössischen Lebens ist Gurskys Thema, ebenso wie die Veränderungen, die durch die Globalisierung und das sich verändernde Verhältnis des Menschen zur Natur entstehen.

Sein Werk ist auf den ersten Blick wiedererkennbar - ein Stil, der in der Fotografie als selten gilt. Gleichzeitig ist sein Werk dokumentarisch-leidenschaftslos, unpolitisch und verlangt vom Betrachter, seine eigene Antwort auf die pointierten Existenzformen zu formulieren.

 

Mit nur etwa acht neuen Bildern pro Jahr wurde bald deutlich, dass Andreas Gurskys Kunstwerke rar und sehr gefragt sind. Die Fotografie Rhein II, 1999, wurde im Jahr 2011 für 4,3 Millionen Dollar bei Christie’s New York verkauft. Das Werk ist ein Meisterwerk, das sowohl als einfacher Blick auf ein Gewässer als auch als abstrakte Anordnung von horizontalen Farbstreifen erscheint.

 

Andreas Gurskys Kunstwerke wurden weltweit ausgestellt und seine jüngste Ausstellung in der Hayward Gallery in London im Jahr 2018 ist eine große Retrospektive mit mehr als 70 Werken. Weitere bedeutende Ausstellungen fanden statt im Museum Frieder Burda in Baden-Baden und vor allem eine Retrospektive seiner Arbeit im MoMA, New York, die anschließend im Centre Pompidou in Paris zu sehen war. Gursky war an zwei Biennalen in Venedig 1990 und 2004 beteiligt. Seine Arbeiten sind in vielen der bekanntesten Museen der Welt vertreten, darunter dem MoMA in New York und der Tate Modern in London.

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Kunstwerke und Preise

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