Candida Höfer

Candida Höfer Biografie

Die deutsche Fotografin Candida Höfer (geb. 1944) ist eine ehemalige Studentin der berühmten Fotoschule von Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Köln. Höfers Werke sind für ihre technische Präzision und Perfektion sowie für ihren strengen konzeptionellen Ansatz bei der Wahl der Blickwinkel für ihre fotografischen Motive bekannt. In ihren frühen Arbeiten erforschte sie vor allem den Wandel der deutschen Gesellschaft, welcher durch den Zuzug türkischer Gastarbeiter entstand. In späteren Werken wandte sie sich von der Darstellung von Menschen in ihren Fotografien ab und setzte ihren Fokus auf öffentliche Orte wie Bibliotheken, Bahnhöfe, Museen und Zoologische Gärten. Die Abwesenheit von Personen in ihren Bildern ermöglicht es Höfer, mit Strukturen und Details der Räumlichkeiten zu spielen, um so die verschiedenen funktionellen Ebenen und ihre historischen Veränderungen aufzuzeigen.

 

Candida Höfer produzierte eine Vielzahl an Druckgrafiken ihrer Fotografien, wie Spiegelkantine III Hamburg (2000, Edition von 100), Trinity College Dublin Library I (2004, Edition von 100) und Villa Borghese Roma XVIII (2012, Edition von 6). In ihren jüngeren Arbeiten widmet sich Höfer abstrakten fotografischen Motiven, wie beispielsweise Wendeltreppen. Das Resultat dieser Fotografien sind schöne und zugleich verwirrende Bilder, ohne Orientierungshilfen, Gefühl von Distanz oder Ordnung. “Es gibt noch viele Innenräume, die neugierig machen”, sagte die über 70-jährige Künstlerin kürzlich.

 

Candida Höfers erste Einzelausstellung fand 1975 in der Konrad Fischer Galerie in Düsseldorf statt. Seitdem wurden ihre Arbeiten in Ausstellungen in Europa und den USA gefeiert. 2002 nahm die renommierte Künstlerin an der documenta 11 teil.

Erhältliche Arbeiten: 1

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