Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz Biografie

Licht ist das beherrschende Element der Arbeiten der international gefeierten österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz. Es ist sowohl ein gedankliches Kernthema ihrer Werke als auch für sie ein wertvolles Medium. Kowanz hat die Rolle von Licht in der Kunst in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Ihre Werke drehen sich um Wahrnehmung und die Reaktion des Betrachters auf seine Umwelt sowie die Möglichkeiten, die Licht hat, Realitäten zu formen und verändern.

 

Bereits Brigitte Kowanz’ früheste künstlerische Ansätze bestanden aus phosphoreszierenden und fluoreszierenden Pigmenten auf glatten Oberflächen, die sich rasch zu ihren dreidimensionalen “Lichtobjekten” weiterentwickelten. Spiegelungen wurden ein wichtiges Mittel, das der Künstlerin erlaubte, virtuelle Transformationen und Expansionen des Raumes vorzunehmen, um den Betrachter zu zwingen, nicht greifbare Realitäten zu erfassen. In den letzten Jahren hat Kowanz mithilfe von LED-Schläuchen Texte in ihre Arbeiten integriert. Sie nutzt die Kraft der Sprache, um das Verständnis von dem, was wir sehen neu zu definieren. Neben lateinischen Schriften nutzt Kowanz auch nichtlineare Codesprache wie den Morsecode.

 

Brigitte Kowanz und Erwin Wurm repräsentierten Österreich bei der Biennale von Venedig 2017. Dort schuf die Künstlerin eine komplexe Installation, die als Krönung ihrer bisherigen Arbeiten gesehen werden kann. Die Ausstellung Infinity and Beyond ist gefüllt mit Spiegeln, Neonzeichen, Schriftzügen und Codierungen, die den physischen Raum des Pavillons einnehmen. Licht dient ihr zur Reproduktion und Verbreitung von Ideen, es schafft neue Möglichkeiten.

 

Die Vorstellung, dass Realität über ein einzelnes Bild oder eine einzige Ansicht hinausgeht, ist für Kowanz von hoher Wichtigkeit und folgerichtig sind auch Multiples ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeitspraxis. Neonmultiples in limitierten Editionen zeigen sich in verschiedenen Ausformungen, jeweils im Austausch mit der Umgebung, in der sie platziert werden.

 

Brigitte Kowanz (geb. 1957) lebt in Wien, wo sie Professorin für transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst ist. Ihre Arbeiten waren bereits Teil bedeutender Ausstellungen, darunter in der Hayward Gallery in London, dem MACRO in Rom, dem Lenbachhaus in München, dem Shanghai Art Museum, der Sharjah Art Foundation und dem Modern Art Museum in Salzburg. Kowanz’ Kunstwerke sind unter anderem Teil der Sammlungen der Deutschen Bank, der ARCO Foundation, des Museo de Bellas Artes in Venezuela und der Munich Re Art Collection. 

Erhältliche Arbeiten: 4

Kunstwerke und Preise