Zoe Leonard

Zoe Leonard Biografie

Zoe Leonard ist eine Fotografin, die überraschend gleichgültig gegenüber fotografischen Techniken ist. Sie ist bestrebt, die Welt um sie herum in Bildern zu dokumentieren und meint: "Es geht nicht so sehr darum, etwas zu kreieren, oder um meine Vorstellungskraft… es geht eher darum, zu antworten." Ihr vermutlich ehrgeizigstes Projekt bis heute ist Analogue (1998-2009), in dem sie zunächst heruntergekommene Häuserfassaden in New York fotografierte, später jedoch auch in entlegene Gegenden der Welt — unter anderem nach Afrika, Osteuropa und in den Nahen Osten — reiste, um den einfachen Handel und die zerstörerischen Auswirkungen der Geschäftsglobalisierung zu erkunden.

 

Zoe Leonard hegt darüber hinaus eine Faszination für eine bestimmte taxonomische, kategorisierende Herangehensweise an Kunst. Ihr Werk Survey (2009-2012) besteht aus mehr als 6000 Postkarten, auf denen die Niagarafälle abgebildet sind und die nach dem Winkel der Aufnahme organisiert und in exakten Stapeln auf einem Tisch angeordnet sind. Leonard greift hier die Überreste zeitgenössischer Populärkultur auf und unterzieht sie einem Organisierungsprinzip, das sie in Kunst verwandelt. Die Postkarten werden somit zu einer Studie über die Perspektive der Gesellschaft auf eine beliebte Sehenswürdigkeit.

 

Zoe Leonard, die 1961 in New York geboren wurde, hatte wichtige Einzelausstellungen an renommierten Institutionen wie dem MoMA in New York, der Pinakothek der Moderne in München und dem Centre National de la Photographie in Paris. Ihre Arbeiten waren des Weiteren auf den Whitney-Biennalen 1993 und 1998 sowie der documenta 9 und der documenta 12 vertreten. Sie wurde 2014 mit dem Bucksbaum Award des Whitney Museum of American Art in New York ausgezeichnet und ist Professorin für Fotografie am Bard College.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise