William Kentridge

William Kentridge Biografie

William Kentridge ist der wahrscheinlich berühmteste lebende Künstler Südafrikas. Nach Ende der Apartheid erkundete er das Land und entwickelte dort sein ausdrucksstarkes und dabei subtiles Œuvre. Seine Arbeiten entstehen mit wenigen Techniken, doch was er mit Kreide und Kohle erschafft ist außergewöhnlich.

 

William Kentridge wurde 1955 in Johannesburg geboren. Seine Eltern waren bekannte Rechtsanwälte der Bürgerrechtsbewegung und entdeckten sein Talent für die Kunst bereits in seiner Kindheit. Er studierte Pantomime und Theater an der École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq in Paris und arbeitete als Theaterregisseur bevor er begann Kunstdrucke und Zeichnungen zu erstellen, die auch heute noch den Hauptbestandteil seiner Arbeit ausmachen.

 

William Kentridges Film Johannesburg, 2nd Greatest City After Paris, 1989 – eine Dokumentation der Reise eines Kapitalisten names Soho Eckstein und seines Alter Egos, des fragilen Künstlers Felix Teitelbaum – wurde von den Kritikern gefeiert. Kentridge war schon immer darauf bedacht, die politische Lage Südafrikas in seine Arbeiten einfließen zu lassen. So thematisierte er beispielsweise die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission nach der Apartheid. Politische Kunst ist für Kentridge “mehrdeutig, widersprüchlich, unvollständig in ihren Aussagen und mit ungewissem Ende” – sie ist ambivalent: “Optimismus muss bewahrt und Nihilismus in Schach gehalten werden”.

 

William Kentridges Arbeiten sind in den Sammlungen der wichtigsten internationalen Institutionen zu finden, wie dem MoMA und dem Metropolitan Museum of Art in New York und der Tate Modern in London. Kentridge nahm mehrere Male an der documenta teil sowie an der Biennale von Venedig. 2012 war er Gastdozent der prestigereichen Charles Eliot Norton Vorlesung der Harvard University. Seine Ausstellung William Kentridge: Thick Time, die Kolonialgeschichte, Zeitgeist und Schicksal thematisiert, wurde 2016 in der Whitechapel Gallery in London eröffnet. Im Martin Gropius Bau in Berlin lief 2016 außerdem seine enorm erfolgreiche Ausstellung No it is!

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