Trisha Donnelly

Trisha Donnelly Biografie

Trisha Donnellys schwer zu fassendes Werk thematisiert den schmalen Grat zwischen Materialität und Immaterialität. Ihre Werke sind häufig von flüchtiger Natur – wenngleich sie jedoch kaum physische Spuren im Raum hinterlassen, so prägen sie sich doch fest in den Köpfen der Betrachter ein. Eine Ausstellung von Trisha Donnelly umfasst typischerweise Klangwerke, die in unregelmäßigen Abständen getaktet sind, wodurch die Klänge leicht verpasst werden können, oder Serien von Bleistiftzeichnungen, die nur als Audioaufnahmen davon gezeigt werden, wie die Künstlerin sie herstellt.

 

Donnellys Arbeiten nutzen die Kraft der Suggestion, um Bedeutungen zu vermitteln, und mischen konstant unterschiedliche Medien. Auf diese Weise erzeugen Trisha Donnelly ein Gefühl von abwesender Präsenz. Für ihr Projekt Blind Friends aus dem Jahr 2001 lud Donnelly beispielsweise eine Gruppe blinder Menschen dazu ein, der Richtung des Windes an einem Strand zu folgen; von dem fertigen Werk bleibt jedoch lediglich eine Fotografie der Teilnehmergruppe vor Ort. Als Fragment einer Zusammenarbeit, die in dem als Kunstwerk ausgestellten Bild kaum wahrnehmbar ist, demonstriert das Werk Donnellys subtile, ruhige und doch radikale Kunstpraxis: Nur weil ein Werk nicht sichtbar ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht existiert. Donnellys Arbeiten haben zweifellos Gewicht, auch wenn dieses nicht physisch fassbar ist.

 

Trisha Donnelly, die 1974 in San Francisco geboren wurde, wurde 2004 in Köln mit dem Central Insurance Prize ausgezeichnet und hatte Einzelausstellungen in der Kunsthalle Zürich, dem Institute of Contemporary Art in Philadelphia und dem San Francisco Museum of Modern Art. Darüber hinaus wurde Donnellys Werk im Guggenheim-Museum in Bilbao sowie dem Solomon R. Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York gezeigt. Sie war bei der Biennale von Venedig (2003, 2011 und 2013) sowie der documenta in Kassel (2012) vertreten.

Erhältliche Arbeiten: 1