Tracey Emin

Tracey Emin Biografie

Tracey Emins Kunst ist kontrovers und provokativ und wurde nicht selten von ihren Eskapaden und Titelseiten in der Boulevardpresse überschattet. Durch ihren enormen Einsatz und die Ehrlichkeit ihrer Arbeiten ist sie trotz alledem eine international erfolgreiche und populäre Künstlerin.

 

Tracey Emin wurde 1963 in Croyden geboren und studierte an der University of Creative Arts, an der sie den Künstler Billy Childish kennenlernte. Sie erhielt ihren Master of Arts am Royal College 1989 und schloss sich der schnell wachsenden Young British Artists-Bewegung an, zu der auch Sarah Lucas und Damien Hirst gehören. Zu diesem Zeitpunkt produzierte Emin sehr persönliche und emotionale Arbeiten, die sich oft auf ihre schwierige Kindheit beziehen – mit 13 Jahren wurde sie vergewaltigt, außerdem durchlitt sie zwei traumatische Abtreibungen, eine davon mit nur 18 Jahren.

 

Kurz nachdem Tracey Emin den Galeristen Jay Joplin kennenlernte, wurde ihre erste Ausstellung My Major Retrospective 1994 in der White Cube Galerie in London eröffnet. Unerschrocken und mutig stellt sie die intimsten Details ihres Lebens dar. In der Ausstellung Sensation der Royal Academy in London stellte sie ihre Arbeit Everyone I have ever slept with 1963-1995 aus – ein blaues Zelt ausgeschmückt mit den Namen all ihrer Sexualpartner.

 

1997 veröffentlichte Tracey Emin ihr Werk My Bed, welches großes Medieninteresse hervor rief. Sie war bekannt dafür, betrunken und wild im Fernsehen aufzutreten, doch seit sie als Professorin an der Royal Academy of Arts in London unterrichtet, wurde Emin zunehmend ruhiger.

 

1999 war Tracey Emin in der Endauswahl für die Verleihung des Turner-Preises. Charles Saatchi und Elton John sammeln ihre Arbeiten in großem Stil. Für die Olympischen Spiele in London 2012 entwarf sie Kunstdrucke in limitierter Edition. Emin arbeitet mit verschiedenen Medien wie Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Filmen und Textilien. Die Bereitschaft, ihre oft schockierenden persönlichen Probleme anzusprechen, wie den Missbrauch in ihrer Kindheit, geben ihrer Kunst die emotionale Tiefe einer Beichte, die eine Intimität mit dem Betrachter erzeugt.

 

Das Haus der Kunst in München widmete Tracey Emin 2002 eine Ausstellung und im selben Jahr wurde auch ihre Ausstellung Ten Years im Stedelijk Museum in Amsterdam eröffnet. Für ihre Verdienste für die britische Kunst wurde sie 2013 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Emin repräsentierte Großbritannien bei der 52. Biennale von Venedig. Ihre Ausstellung Tracey Emin: Borrowed Light fasste die Künstlerin selbst als “hübsch und hard-core” zusammen. Sie gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen und stellte unter anderem in Rom, New York und Istanbul aus. Für eine große Präsentation ihrer Arbeiten in der Londoner Hayward Gallery produzierte Emin 2011 eine Serie von Skulpturen. 2008 wurden Arbeiten der letzten 20 Jahre ihrer künstlerischen Karriere in der Scottish National Gallery of Modern Art ausgestellt. Die Ausstellung wanderte im Anschluss weiter nach Spanien und in die Schweiz.

Erhältliche Arbeiten: 2

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