Thomas Florschuetz

Thomas Florschuetz Biografie

Der Berliner Thomas Florschuetz ist einer der renommiertesten deutschen Fotografen. Seine großformatigen Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Florschuetz, der die Fragmentierung seiner Objekte betreibt, fängt sie aus ungewöhnlichen Blickwinkeln ein und lässt seine Motive abstrakt und malerisch wirken. Licht spielt eine große Rolle und oft werden die Motive von Florschuetz im Hinblick auf den Einfall des Lichts inszeniert. “Licht ist das Wichtigste in der Fotografie”, erklärt der Künstler, “innerhalb weniger Sekunden kann Licht ein und dasselbe Objekt anders erscheinen lassen”.

 

Thomas Florschuetz erlangte erstmals Anerkennung mit seinen aufsehenerregenden Körperporträts aus den 80er Jahren, in denen er sich selbst darstellte. In der Serie erforschte er seine eigene “Eitelkeit” durch riesige Nahaufnahmen verschiedener Körperteile. Florschuetz’ Themenwahl hat sich inzwischen auf Flugzeuge, architektonische Innenräume und Blumen ausgeweitet. Aber die starke visuelle Erfahrung seines frühen Werkes bleibt in seinem jüngeren Werk erhalten. Thomas Florschuetz’ bekannte Blumenserie ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Trotz der Fokussierung auf die organische Form der Blume irritiert ihre oft synthetische Erscheinung die Wahrnehmung und verleiht den Kunstwerken eine faszinierende Ambivalenz.

 

Geboren 1957 in Sachsen, ließ sich Thomas Florschuetz 1988 in West-Berlin nieder. Schon früh in seiner Karriere wurde er 1987 mit dem ersten Preis beim Young European Photographers Award in Frankfurt ausgezeichnet. Im Jahr 2004 gewann er den Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst, 2007 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

 

Thomas Florschuetz hat weltweit ausgestellt, unter anderem mehrfach im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart in Berlin, im San Francisco Museum of Modern Art, im Birmingham Museum of Art in Großbritannien, im Kunstmuseum Bonn und im Baltic Centre for Contemporary Art.

 

Erhältliche Arbeiten: 14