Xiaobai Su

Xiaobai Su Biografie

Xiaobai Sus Arbeiten sind eine angewandte Auseinandersetzung mit Material und Textur. Er mischt den für ihn charakteristischen Lack mit Ölen, Ton und Pigmenten und malt damit auf Stoff, Backsteine oder Holz anstatt auf Leinwände, wodurch sich ein verschachteltes Netz von Markierungen, Rissen und Sprüngen auf den Oberflächen seiner Werke bildet. Die Methodik seiner Drucktechnik findet sich auch in seiner Malerei wieder, wo er die vielschichtigen Flächen seiner Lackarbeiten mithilfe der feineren Medien Papier und Tinte reproduziert.

 

Der Versuch, erkennbare Motive in Xiaobai Sus Arbeiten auszumachen, ist zum Scheitern verurteilt, da der Künstler bereits in den 90er Jahren bewusst jede Gegenständlichkeit aus seinem Werk entfernte. Seine Arbeiten nutzen die Bildoberfläche als das, was sie tatsächlich ist: eine zweidimensionale Fläche. Man kann nicht durch sie hindurch oder in das Bild hineinschauen; bei der Betrachtung bleibt der Blick an der Oberfläche haften. Das Werk wird dadurch selbst zu einem Gegenstand, der den Betrachter mit seiner Präsenz konfrontiert. Es ist nicht im Bereich der Fantasie oder der Vorstellungskraft angesiedelt, sondern in der realen, greifbaren Welt und wirft dadurch Fragen über die "Idee des Seins an sich" auf.

 

Xiaobai Su, der 1949 in Wuhan geboren wurde, studierte an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf, wo er von Gerhard Richter und Markus Lüpertz unterrichtet wurde. Seine Kunst ist eine faszinierende Mischung aus östlichen und westlichen Einflüssen, was sich auch in seinen zwei Wohnorten, Shanghai und Düsseldorf, widerspiegelt. Sowohl in China als auch in Deutschland hatte Xioabai Su eine Vielzahl von bedeutenden Einzelausstellungen, unter anderem im Kunstmuseum Shanghai 2007, beim ZDF in Mainz 2010 und in der Langen Foundation in Neuss 2009-2010. Die Arbeiten des Künstlers sind zudem in den renommierten Sammlungen der Pinakothek der Moderne in München und des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln vertreten.

Erhältliche Arbeiten: 11