Sean Scully

Sean Scully Biografie

Sean Scully stellt durch seine einzigartige künstlerische Vision das fehlende Bindeglied zwischen der amerikanischen Abstrakten Kunst und dem europäischen Modernismus dar. Bunte Streifen und Quadrate, die vom Künstler selbst als Bedeutungsträger des Modernismus bezeichnen werden, ziehen sich als wiederkehrendes Motiv durch sein gesamtes Werken und erden und verzerren seine Gemälde gleichermaßen. Die hieraus entstehenden Farbraster erinnern an riesige, fremdartige Brettspiele. Scullys ausgeprägte Fähigkeit, moderne Abstraktion mit einer metaphorischen Spiritualität zu verbinden, lässt ihn aus der Masse der heute aktiven Künstlern herausstechen. Während der 1970er Jahre nutzte er unterschiedliche Medien, um seine charakteristischen geometrischen Muster zu produzieren. Ab den 1980er Jahren verfolgte er einen expressiveren Ansatz und erzeugte stärker texturierte Bildoberflächen durch die Überlagerung von Farbschichten und eine deutlich erkennbare Pinselführung. Scully hat keine genauen Vorstellungen über das finale Bild auf der Leinwand. "Ich habe keine Kontrolle darüber.", so der Künstler.

 

Sean Scully wurde 1945 geboren und wuchs in London auf. Er absolvierte eine Ausbildung in einer Druckerei und arbeitete anschließend in einem Grafikdesign-Studio — eine Erfahrung, die seine Kunstpraxis stark beeinflusste. Er produzierte sorgfältig gearbeitete Editionen und Multiples und wurde zweimal für den Turner-Preis nominiert. Seine Arbeiten sind weltweit in über 180 Sammlungen vertreten, unter anderem im MoMA, dem Metropolitan Museum of Modern Art und dem Solomon R. Guggenheim Museum, alle in New York. 2013 wurde er zum Mitglied der Royal Academy gewählt und 2014 wurde er mit einer großen Ausstellung in der National Gallery of Ireland geehrt. Scully wanderte 1975 nach New York aus und erhielt 1983 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er lebt heute in New York, München und Barcelona.

Erhältliche Arbeiten: 7