Robyn Denny

Robyn Denny Biografie

Robyn Dennys eindrucksvolle geometrische Abstraktionen fangen den hektischen, modernisierenden Eifer der 1950er und 1960er Jahre ein. Denny war nicht nur der jüngste Künstler aller Zeiten, der mit einer Retrospektive in der Tate London geehrt wurde, sondern vertrat England auch bei der Biennale von Venedig im Jahr 1966. Seine bahnbrechenden Gemälde mit scharfkantigen Konturen erinnerten eher an den zur damaligen Zeit vorherrschenden amerikanischen Abstrakten Expressionismus als an die idyllischere britische Malerei. Er leistete einen wichtigen Beitrag, die britische Kunst in Richtung von radikaleren Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts voranzutreiben, und rebellierte gegen die malerischen Landschaften der Schule von St Ives. 

 

Robyn Denny wurde 1930 in Surrey als Sohn eines Pfarrers geboren. Das rebellische und frühreife Kind schockierte bereits früh die Gemeinde seines Vaters, als es Bereiche der Kirche hinter dem Altar in leuchtenden Primärfarben bemalte. Denny studierte an der St Martin’s School of Art und dem Royal College of Art, bevor er anschließend für kurze Zeit in Paris lebte. 

 

Wenig später nach seiner Rückkehr nach London erlangte Robyn Denny für eine Serie von monumentalen Leinwänden, die die großen Gesten und kühnen Markierungen des Abstrakten Expressionismus aufwiesen, erstmals öffentliche Aufmerksamkeit. In den späten 1960er Jahren begann Denny jedoch mit einer breiteren Farbpalette zu experimentieren und bewegte sich von den dunklen Texturen seiner früheren Werke hin zu helleren und lebendigeren Farbtönen. Im Anschluss an diesen Stilwechsel zog er im Jahr 1981 nach Los Angeles, kehrte jedoch nur fünf Jahre später nach London zurück. Seine charakteristische Gegenüberstellung von Farben erzeugte beinahe flackernde Effekte, wodurch Flächen und Formen unbeständig wirkten und nach einer konstanten Anpassung der Perspektive seitens des Betrachters verlangten.

 

Die Sammlung von Robyn Dennys Werk in der Tate London zählt derzeit mehr als 80 Arbeiten. Seine Werke sind darüber hinaus in einer Vielzahl von bedeutenden Sammlungen weltweit vertreten, unter anderem im Museum of Modern Art in New York. Denny starb 2014 und bis heute erinnert seine Serie aus Emaille-Tafeln in der Station Embankment der Londoner U-Bahn an sein künstlerisches Vermächtnis. 1993 war Denny ein wichtiger Teil einer Ausstellung im Barbican Centre mit dem Titel The Sixties Art Scene in London, die eine Neubewertung seines Werkes und ein Aufleben seiner nach wie vor wachsenden Popularität nach sich zog.

Erhältliche Arbeiten: 23