Robert Wilson

Robert Wilson Biografie

Der Amerikaner Robert Wilson (geb. 1941) ist einer der führenden avantgardistischen Theaterregisseure seiner Generation. Daneben ist er auch visueller Künstler, der mit seiner Arbeit einen signifikanten kulturellen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Er arbeitet mit verschiedenen Medien, wie Malerei, Skulptur, Performance, Film und nicht zuletzt Choreografie. Fast möchte man sagen, Wilson ist wie ein Mann aus der Zeit der Renaissance, der in vielen Bereichen brilliert. Seine Performances sind kompromisslos, lebendig und bis ins kleinste Detail geplant.

 

Robert Wilson brach sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der University of Texas in Austin ab, um nach New York zu ziehen und seiner Leidenschaft für die Kunst nachzugehen. Choreografen wie Merce Cunningham inspirierten ihn dazu, seine eigene experimentelle Theatergruppe ”Byrd Hoffman School of Byrds“ zu gründen. Seine Inszenierungen mit originellen Lichtkonzepten und außergewöhnlichen Manipulationen von Zeit und Raum verhalfen ihm schnell zu einiger Bekanntheit. In den 1970er Jahren bespielte Wilson bereits Bühnen in Europa. Seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Philip Glass für die opernhafte Performance Einstein on the Beach, 1976, war sein Durchbruch.

 

Eine von Robert Wilsons größten Stärken ist seine Vielseitigkeit. Er ist in der Lage, traditionelle japanische Nō-Theaterstücke, klassische Opern und auch moderne Theater-Performances zu inszenieren, die mitunter mehr als einen halben Tag dauern können. Wilson, der offen homosexuell lebt, begeistert damit, dass er alle Bereiche der zeitgenössischen Kultur verbindet, wie sein makabres Videoportrait von Lady Gaga aus dem Jahr 2014 zeigt. Er ist bekannt dafür, stundenlang die Beleuchtung kleinster Gesten zu arrangieren, denn für Wilson ist ”Licht der wichtigste Schauspieler auf der Bühne“.

 

Robert Wilson hat zahlreiche Preise in seiner künstlerischen Karriere erhalten, unter anderem den Goldenen Löwen für seine Installation Memory/Loss auf der Biennale von Venedig 1993 sowie zwei Rockefeller Foundation Fellowships. Sein Werk wurde in bedeutenden Retrospektiven ausgestellt, etwa im Centre Pompidou, Paris, im Jahr 1991 und dem Boston Museum of Fine Arts im selben Jahr. Seine Installationen waren unter anderem Teil von Ausstellungen im Guggenheim Museum Bilbao, 2001, und der Neuen Nationalgalerie in Berlin, 2003. Wilson nahm 2013 an der White House Biennial teil, die in Zusammenarbeit mit der 4. Thessaloniki Biennale of Contemporary Art stattfand.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise