Robert Ryman

Robert Ryman Biografie

Robert Ryman (geb. 1930) zählt zu den einflussreichsten amerikanischen Künstlern des letzten Jahrhunderts. Im Laufe seiner künstlerischen Karriere beschäftigte er sich mit der Kunst des Minimalismus und des Expressionismus, um dann – mit Material und Licht als Basis seiner Kunstpraxis – seinen eigenen Weg unabhängig von beiden Strömungen zu definieren. Er sagte einmal, dass ”es nicht darum geht, was man malt, sondern darum, wie man malt“. So erkundete Ryman die unzähligen Möglichkeiten, grundlegende Komponenten der Kunstpraxis zu kombinieren. Farbe, Tinte, Papier, Leinwand, Karton und Metall werden vielfältig eingesetzt, um ihre visuellen Potentiale zum Vorschein zu bringen. In Rymans Arbeit wird Material zur Essenz seiner Kunst und ist mehr als einfacher Hintergrund beziehungsweise Oberfläche, auf der das Bildmotiv dargestellt wird.

 

Früh in seiner Karriere begann Robert Ryman nicht nur mit verschiedenen Materialien zu experimentieren, sondern auch damit, wie diese präsentiert werden können. So rotieren die Materialien in ungewöhnlichen Winkeln oder werden mit Klebeband oder Metallklammern auf der Wand angebracht. Ryman beschreitet stetig neue Wege, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Materialität seiner Werke zu lenken. Auch aus diesem Grund ist die Mehrzahl seiner Werke weiß. Ryman will es dem Betrachter durch die puristische Farbgebung erlauben, sich voll auf die Textur und die Form des Kunstwerkes zu konzentrieren.

 

Aufgrund der vielen technischen Möglichkeiten ist auch die Druckgrafik ein wichtiges Medium für den Künstler. Insbesondere Radierung, Aquatinta und Reliefdruck sind elementarer Bestandteil von Rymans Oeuvre und erlauben es ihm, kleinste Variationen weiterzuentwickeln.

 

Robert Ryman hatte über 100 Einzelausstellungen in den renommiertesten Museen der Welt, wie beispielsweise dem MoMA in New York, der Tate in London, dem Museo Nacional de Arte Reina Sofía in Madrid und dem Walker Art Center in Minneapolis. Seine Arbeiten waren Teil der wegweisenden Minimalismus- und Konzeptkunstausstellungen ”Systematic Painting“ im Guggenheim Museum 1966 und der Ausstellung ”When Attitudes Become Form“ in der Kunsthalle Bern 1967.

Erhältliche Arbeiten: 2