Robert Motherwell

Robert Motherwell Biografie

Robert Motherwell, dessen Name in einem Atemzug mit führenden Größen des Abstrakten Expressionismus wie Jackson Pollock und Mark Rothko genannt werden muss, ist vor allem für seine Serie Elegy to the Spanish Republic bekannt, an der er sein Leben lang gearbeitet hat: mehr als 140 Gemälde, die mit kräftigen schwarzen Formen auf weißem Hintergrund dem Spanischen Bürgerkrieg gedenken.

 

Während seines Aufenthalts in New York in den 1940er Jahren übernahm Motherwell die von den exilierten europäischen Surrealisten postulierten Ideen, künstlerische Inspiration aus dem Unterbewusstsein zu schöpfen. Er wendete Techniken des Automatismus in seiner Malerei an und nutzte Instinkt statt Intellekt, um unter der Oberfläche Liegendes zu erfassen. Sein intuitiver Ansatz der Kunstproduktion nimmt in den bereits erwähnten ausdrucksstarken schwarzen Formen auf weißem Hintergrund Gestalt an. Die beinahe kalligraphisch anmutenden Symbole sind durch ihre Betonung des Gestus eng verwandt mit dieser asiatischen Praxis, da es sich in beiden Fällen um Arten der Schrift handelt, die Inhalte visuell transportieren. Nach Motherwell stillt abstrakte Kunst "das Bedürfnis nach gefühlter Erfahrung — intensiv, unmittelbar, direkt, subtil, vereinigt, warm, lebhaft, rhythmisch."

 

Robert Motherwell zeichnete sich durch herausragende akademische Leistungen aus. Nach dem Abschluss seines Bachelorstudiums an der Stanford University im Jahre 1937 studierte er Philosophie an der Harvard University und wurde anschließend Schüler des legendären Kunsthistorikers Meyer Schapiro an der Columbia University. Schapiro riet Motherwell zur Malerei, letzterer blieb jedoch Zeit seines Lebens ein eifriger Theoretiker, Schriftsteller und Herausgeber. Aufgrund seiner Eloquenz war Motherwell inoffizieller Sprecher des Abstrakten Expressionismus und gründete die New York School. Des Weiteren lehrte er am renommierten Black Mountain College, wo er Mentor von Robert Rauschenberg und Cy Twombly war. Sein reges Interesse an Philosophie und Poesie und sein umfassendes Wissen in diesen Bereichen ließen während seines gesamten außergewöhnlichen Lebens niemals nach.

 

Robert Motherwell, der 1925 geboren wurde, hat seine Werke im Laufe seines Lebens vielfach ausgestellt, unter anderem im Museum of Modern Art in New York, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, dem San Francisco Museum of Art, der Kunsthalle Düsseldorf und dem Museum des 20. Jahrhunderts in Wien. Seine Arbeiten sind in einigen der renommiertesten Museumssammlungen der Welt vertreten. Motherwell verstarb im Jahre 1991 und hinterließ eine Fülle von Gemälden und Prints sowie ein umfangreiches Werk an theoretischen Schriften.

Erhältliche Arbeiten: 75