Richard Smith

Richard Smith Biografie

Das Werk des britischen Malers Richard Smith ist absolut einzigartig in seiner Zusammenführung von abstrakten Prinzipen und zeitgenössischen Fragestellungen. Seine frühen Werke, die weichgezeichnete, unproportionierte Objekte in lebhaften Farbtönen zeigen, vermischen kommerzielle Kultur, Verpackung und Werbung mit Einflüssen aus der amerikanischen Abstrakten Malerei. "Man könnte in einem Bierglas ertrinken, in einer halbgelösten Zigarettenverpackung leben.", so der Künstler. Smith experimentierte in weiterer Folge mit dreidimensionalen Leinwänden und untersuchte auf diese Weise die abstrakten Eigenschaften von Volumen, Oberfläche und  Farbe. Der Künstler selbst bezeichnete sein Werk scherzhaft als großformatiges Origami.

 

In seinen späteren Flugdrachenwerken nutzte Richard Smith Techniken und Materialien des Zeltbaus — Aluminiumrohre, Leinwand und Fäden — um die Aufmerksamkeit auf die physische Beschaffenheit der Leinwand als gespannte Oberfläche zu lenken. Er hinterfragte unaufhörlich die Definitionen und Grenzen von Malerei im Speziellen und Kunst im Allgemeinen. Dies machte ihn zu einem visionären Künstler, der nach der Kunsthistorikerin Barbara Rose "nicht nur einzigartig ist in seiner Fähigkeit, die Tradition wiederzubeleben und aufrechtzuerhalten, sondern sie auch so weit vorantreibt, dass sein Werk zu den fortschrittlichsten, radikalsten und erfinderischsten seiner Zeit gezählt werden kann."

 

Richard Smith wurde 1931 geboren und verbrachte den Großteil seines erwachsenen Lebens in New York. Er starb im Frühling 2016 an der Südküste von Long Island. Smith vertrat England auf der Biennale von Venedig 1966 und wurde 1967 mit dem Großen Preis der Biennale von São Paulo ausgezeichnet. Er war während der 1970er Jahre an Ausstellungen in Europa sowie in Nord- und Südamerika beteiligt und wurde 1975 mit einer Retrospektive in der Tate geehrt. Smiths Arbeiten sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, unter anderem im Museum of Modern Art und dem Metropolitan Museum of Art, beide in New York, ebenso wie der Tate und dem British Museum, beide in London.

Erhältliche Arbeiten: 10