Richard Deacon

Richard Deacon Biografie

Turner-Preisträger und Schlüsselfigur der britischen Bildhauerei seit den 1980er Jahren —Richard Deacons monumentale abstrakte Formen haben auf internationaler Ebene großen Anklang gefunden. Mit einem unersättlichen Appetit auf Material ist der Künstler bekannt dafür, zwischen Schichtholz, Stahl, Wellblech, Marmor, Ton, Vinyl, Schaumstoff, Leder und mehr zu variieren. Richard Deacon versteht sich nicht nur als Bildhauer, sondern als “Verarbeiter”, der die Bedeutung der Konstruktion und der von ihm gewählten Materialien betont.

 

Geboren 1949 in Bangor, Wales (Großbritannien), zog der Künstler früh nach London, um am renommierten St. Martin’s College of Art zu studieren. Nur wenige Jahre nach seiner ersten Einzelausstellung auf kleinstem Raum in Brixton erhielt Deacon den Turner-Preis für seine skulpturale Arbeit For Those Who Have Eyes, 1983. Als großformatiges Stück aus Edelstahl und Nieten nehmen die organischen Rundungen dieser Arbeit die Formen des menschlichen Körpers auf und betonen die Art und Weise, wie Augen, Ohren und Münder die Wahrnehmung des Menschen von der Welt kanalisieren. Das Werk war Ausgangspunkt einer umfangreicheren Serie ähnlicher Arbeiten, die alle mit der Eleganz ausgeführt wurden, für die der Künstler bekannt geworden ist.

 

Richard Deacon hat seiner Faszination für das Verhältnis von Materialien, Naturformen, positivem und negativem Raum auch in seinen Arbeiten auf Papier Ausdruck verschafft. Das Wechselspiel zwischen dem Hohlen und dem Konvexen, dem Gebogenen und dem Geraden ist für seine Skulpturen entscheidend und taucht ebenso in seinen Lithografien auf. Richard Deacon beeindruckt auch durch seine Zeichenkunst und sein Talent im Bereich der Druckgrafik.

 

Richard Deacons Werk war bereits Gegenstand von Einzelausstellungen in einer Reihe wichtiger Institutionen, darunter der Tate Britain und der Whitechapel Gallery, beide in London, des PS1 Contemporary Art Center, New York, und des Museum of Contemporary Art, Los Angeles. Im Jahr 2007 vertrat der Künstler Wales auf der Biennale in Venedig und nahm seitdem auch an der Architekturbiennale in Venedig und der documenta 9 in Kassel teil. Als einer der bedeutendsten lebenden Künstler Großbritanniens wurde Richard Deacon 1999 von Königin Elizabeth II. zum Commander of the British Empire ernannt.

Erhältliche Arbeiten: 3

Kunstwerke und Preise

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