René Magritte

René Magritte Biografie

René Magritte war einer der bedeutendsten Maler des Surrealismus. Wie bei vielen großen Künstlern bekamen seine Werke erst in der Mitte seines Lebens die Anerkennung, die sie verdienen. Der Belgier, geboren im Jahr 1898, war der Sohn eines wohlhabenden Industriellen. Der Suizid seiner Mutter 1912 war ein großer Schicksalsschlag in seinem noch jungen Leben und erschütterte ihn sehr. Nur wenige Jahre später, von 1916 bis 1918, studierte Magritte an der Académie des Beaux-Arts in Brüssel. Er brach das Studium kurz vor Ende ab, da er es als eine Verschwendung seiner Zeit erachtete. Inspiriert von den großen Kubisten, entwickelte er eine Ähnlichkeit zu Picasso, der zu dieser Zeit einen immensen Einfluss auf Magrittes Arbeiten hatte. Aber auch das Bild The Song of Love des italienischen Surrealisten Giorgio de Chirico beeindruckte ihn zutiefst. Die Bildsprache des Werks prägte die Arbeiten Magrittes nachhaltig.

 

Im Jahr 1922 heiratete René Magritte die Liebe seines Lebens, Georgette Berger. Sie war es, die ihn dazu brachte, zahlreiche Tätigkeiten aufzunehmen, um sich und seine Familie versorgen zu können. Eine seiner Beschäftigungen war bei einer Werbeagentur, wo er als freiberuflicher Poster-Designer arbeitete. Obwohl er eine gewisse Berühmtheit in Belgien erreichte, war sein Name international noch kaum bekannt. Dies änderte sich, als er nach Paris zog. Dort kam er in Kontakt mit der schnell wachsenden Gruppe der Surrealisten, angeführt vom Schriftsteller André Breton und den Malern Salvador Dalí und Joan Miró. Pfeifen und Melonen (Hüte) waren die vertrauten und doch banalen Motive seiner Bilder. In seinen Arbeiten erscheinen diese Motive in einem bizarren Kontext und erzählen so mysteriöse und verrückte Geschichten, welche die Wahrnehmung des Betrachters gefangen nehmen.

 

Um das Jahr 1930 schenkte man René Magritte auch zunehmend international Beachtung und er begann in Städten wie London und New York auszustellen. Während des Zweiten Weltkrieges verweigerte sich Magritte vehement der zu dieser Zeit sehr populären, düsteren und chaotischen Bildsprache des Surrealismus und entschied sich, eine optimistischere Richtung einzuschlagen.

 

In den 1950er Jahren zählte René Magritte bereits zur erfolgreichen Künstlerelite und er nahm zahlreiche Aufträge an, wie beispielsweise die Produktion eines Wandbildes für das Casino in Knokke an der belgischen Küste. Einen großen Teil seines Erfolges machten seine eigenen Interpretationen berühmter Bilder aus. In seinem Bild The Balcony (der Balkon) – der gleichnamigen Arbeit Edouard Manets entsprungen – ersetzte er die Figuren mit Holzsärgen. So fordert er die Betrachter dazu auf, ihre eingefahrenen Vorstellungen bezüglich der Realität zu hinterfragen. Der Künstler selbst beantwortet sich die Frage nach dem Sinn seiner Bilder wie folgt: “Sie bedeuten nichts, denn Mysterien bedeuten nichts, sie sind unbegreiflich.”

 

René Magritte verstarb im Jahr 1967, bald nachdem man bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert hatte. Obwohl die Krankheit ihm enorm viel Kraft raubte, ließ er es sich nicht nehmen, noch 1965 nach New York zu reisen, um die Ausstellung seines Lebenswerkes im MoMA zu sehen. 2008 eröffnete in Brüssel das Magritte-Museum, welches mehr als 200 originale Werke Magrittes, darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Drucke in limitierten Editionen, beherbergt. Seine Arbeiten lassen die Sammlerherzen weltweit höher schlagen und sind in den wichtigsten Institutionen vertreten. Andy Warhol, John Baldessari und Ed Ruscha wurden nach eigenen Aussagen vom Werk Magrittes beeinflusst. Ihm Jahr 2006 hat das Los Angeles County Museum of Art in einer Ausstellung die Beziehung zwischen Magritte und der zeitgenössischen Kunst untersucht.

Erhältliche Arbeiten: 1