R.B. Kitaj

R.B. Kitaj Biografie

Ronald Brooks Kitaj (1932 – 2007), besser bekannt als R.B. Kitaj, war einer der Vorreiter der Pop Art. Seine Gemälde und Drucke haben einen hohen Wiedererkennungswert, denn Kitaj wußte die unpersönliche Bildsprache der Pop Art effektiv einzusetzen, darin aber auch malerische Pinselführung, natürliche Formen und menschliche Gefühle zu vereinen.

 

R.B. Kitaj, der als Sohn jüdischer Einwanderer in Ohio geboren wurde, studierte an der Cooper Union in New York, der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford und zuletzt am Royal College of Art in London, wo er eine lebenslange Freundschaft mit seinem Klassenkameraden und Künstlerkollegen David Hockney schloss. Zu einer Zeit, in der Abstraktion, Minimalismus und konzeptuelle Arbeiten die Kunstwelt dominierten, widmete sich Kitaj, zusammen mit Hockney, Francis Bacon, Lucian Freud und Howard Hodgkin der figürlichen Malerei. In einer von Kitaj kuratierten Ausstellung in der Londoner Hayward Gallery im Jahr 1976 nannte er die kleine Künstlergruppe im dazugehörigen Ausstellungskatalog „School of London“. Die „School of London“ war eine einflussreiche Gruppe, zu der einige der besten Künstler der Zeit gehörten.

 

R.B. Kitajs Arbeiten wurden regelmäßig international ausgestellt. Im Jahr 1994 zeigte er eine Retrospektive in der Tate Modern, die später auch im Metropolitan Museum of Art in New York und dem Los Angeles County Museum of Art gezeigt wurde. Die britische Presse reagierte in ihren Rezensionen gemischt auf die Ausstellung; einige Monate später starb Kitajs Frau an einem Gehirnaneurysma. Der trauernde Kitaj kehrte tief bestürzt aus England in die USA zurück. Seine Frau und ihr Tod waren die zentralen Themen seiner späteren Werke. Kitaj konnte sich nicht mit seiner neuen Situation zurechtfinden und nahm sich schließlich im Alter von 74 Jahren das Leben.

 

R.B. Kitaj erhielt im Jahr 1995 die höchste Auszeichnung der Kunstwelt – den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Er war ein wichtiger und einflussreicher Lehrer für zukünftige Generationen von Künstlern und Denkern und teilte seine Ideen in Publikationen sowie durch Lehrtätigkeiten und Professuren an der Camberwell School of Art, der Slade und der University of California.

 

Im Jahr 2001 zeigte er die Ausstellung “Kitaj in the Aura of Cézanne and Other Masters” in der National Gallery in London. Seine Werke werden auf der ganzen Welt ausgestellt. 2012 fand in Berlin ein großes internationales Symposium statt, begleitend zu “Obsessions” im Jüdischen Museum in Berlin, der ersten umfassenden Ausstellung nach dem Tod des Künstlers.

Erhältliche Arbeiten: 3