Pipilotti Rist

Pipilotti Rist Biografie

Die bunte, projektionsreiche Welt der bahnbrechenden Videokünstlerin Pipilotti Rist steckt voller Überraschungen. Besucher von Rists Ausstellungen betreten eine völlig neue Wahrnehmungssphäre, in der Tiere frei umherstreifen und Äpfel zur Konsumierung frei verfügbar sind, und tauchen in reiche, audiovisuelle Landschaften ein, in denen bewegte Bilder auf traumähnliche Weise über von der Decke hängende Textilstreifen oder antike Möbelstücken flimmern.

 

Eine von Pipilotti Rists größten Errungenschaften liegt in ihrer Dekonstruktion des Bildschirms und seiner Funktion als neutrale Projektionsfläche. Dadurch befreit sie das bewegte Bild aus den engen Grenzen des rechteckigen Raumes und eröffnet die Möglichkeit, auf stärker texturierte Oberflächen zu projizieren. In ihrem Werk Pixel Forest (2016) projiziert sie ein Video auf 3000 von der Decke hängenden LED-Leuchten, was den Eindruck eines in tausend Teile aufgesplitterten Bildschirm vermittelt und das Bild selbst unerkennbar macht. Pipilotti Rists Installationen sind psychedelisch und doch beruhigend, ästhetisch und doch intellektuell und stets eine unvergessliche Erfahrung.

 

Pipilotti Rist, die 1962 in der Schweiz geboren wurde, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Harper's Bazaar China Art Prize 2012, dem Zürcher Festspielpreis 2013 und dem Prix Meret Oppenheim 2014. Sie hatte eine Retrospektive im Kunsthaus Zürich im Jahre 2016 sowie diverse wichtige Einzelausstellungen im MoMA in New York und der Pinakothek der Moderne in München. Auf eine Einladung des Professors Paul McCarthy hin war Rist von 2002 bis 2003 Fakultätsmitglied der UCLA. Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise

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