Mimmo Paladino

Mimmo Paladino Biografie

Mimmo Paladino ist ein Vertreter der italienischen Transavantgarde – einer Bewegung, welche den Neo-Expressionismus wieder aufleben ließ. Seine Arbeiten sind an klassische Ausdrucksweisen angelehnt und haben eine spirituelle sowie symbolträchtige Bildsprache. Sie sind inspiriert von den künstlerischen Traditionen indigener, ägyptischer und christlicher Völker sowie moderner und zeitgenössischer Kunst, was ihnen eine zeitlose und tiefgründige Sensibilität verleiht.

 

Der Künstler Mimmo Paladino, geboren 1948, studierte am Liceo artistico in Benevento, Italien, und verbrachte den größten Teil der 1970er Jahre fokussiert auf Zeichnung und die Entwicklung einer Bildsprache, die auch später noch in seinen Werken Verwendung finden wird. In den späten 1970er Jahren waren Paladinos Gemälde monochrom gehalten, oft unter Verwendung gefundener Objekte. Nach seiner ersten Ausstellung 1977 dauerte es nicht lang, bis er auch international Anerkennung fand. Kurz danach wurden seine Werke in Museen in New York und europaweit ausgestellt.

 

Mimmo Paladinos figurativen Arbeiten sind durchzogen von einer religiösen Bildsprache, inspiriert von europäischen und nordafrikanischen Ikonen. Die kleinteiligen Kompositionen seiner Bilder werden von einer einzigartigen Symbolik begleitet. Paladino ist auch ein Meister in der Produktion von Druckgrafiken, geübt in Radierungen sowie Aquatinta und Linolschnitten. Die Grafik Paladinos, welche in limitierten Editionen produziert wird, zeigt oft überdimensionale Gliedmaßen und Körper primitiver und rätselhaft anmutender männlicher Figuren.

 

In letzter Zeit interessierte sich Mimmo Paladino sehr für die Beziehung zwischen visueller Kunst und Klang. 1999 arbeitete er mit dem legendären britischen Musiker Brian Eno an einer Installation für das Roundhouse in London. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts in London ernannt.

 

Viele seiner grafischen Arbeiten wurden in dem Kompendium Opera Grafica 1974-2001 veröffentlicht. Im Jahr 2002 wurden Paladinos Werke im Centro per l’Arte Contemporanea Luigi Pecci in Prato ausgestellt, bislang seine umfangreichste Retrospektive in einem italienischen Museum. Für eine Ausstellung in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom im Jahr 2004 kollaborierte Paladino mit Sol LeWitt. 2008 schuf er das Denkmal Porta d'Europa an der Hafeneinfahrt von Lampedusa, welches an die vor der Küste ertrunkenen Migranten erinnern soll.

 

Im Jahr 2012 wurde Mimmo Paladino mit einer monumentalen Installation für die Piazza Santa Croce in Florenz beauftragt und 2015 war er ein prominenter Teilnehmer der 55. Biennale von Venedig. Der Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park in Grand Rapids, USA, präsentierte 2016 Paladinos Skulpturen in der Ausstellung Mimmo Paladino: Present into Past.

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