Michael Sailstorfer

Michael Sailstorfer Biografie

Die Skulpturen und Installationen von Michael Sailstorfer zwingen uns dazu, den Prozess der Bildhauerei zu hinterfragen und zeigen uns, dass unser Umfeld instabiler ist, als wir vielleicht denken.

 

Sailstorfer wurde 1979 als Sohn eines Bildhauers in einem kleinen bayerischen Bauerndorf geboren. Obwohl er ursprünglich im Bereich Zeichnung arbeitete, überzeugten ihn seine Professoren an der Münchner Kunstakademie, sich der Bildhauerei zu widmen, da seine Werke vor allem die Dreidimensionalität betonten. Im Jahr 2003 schloss Michael Sailstorfer seinen MA an der Londoner Goldsmiths Universität ab.

 

Der Künstler selbst möchte in seinen Arbeiten “die Essenz eines Objekts” verändern. So vergrub Michael Sailstorfer im Jahr 2014 während der Folkestone Triennial in England Goldstücke im Wert von 10.000 Pfund am Strand von Folkestone. Das Werk mit dem Namen Folkestone Digs beschäftigte sich mit dem Wert von Kunst als Ware und veränderte das Ortsverständnis der Besucher. Als Nebeneffekt führte die Arbeit zu einem Anstieg der Verkaufszahlen von Metalldetektoren in der Region.

 

Michael Sailstorfer manipuliert geschickt Alltagsgegenstände und provoziert so Verwirrung und Unsicherheit. Er regt das Publikum dazu an, die eigene Beziehung zu gewöhnlichen Objekten zu überdenken und sich neu im bekannten Umfeld zu orientieren. Sailstorfers Objekte werden nie dekonstruiert, sondern neu kontextualisiert und verweisen so auf Themen wie Bewegung, Natur und unser Verhältnis zum Alltäglichen.

 

Michael Sailstorfer, der jetzt in Berlin lebt und arbeitet, hat es sich zum Ziel gesetzt, Kunst zu machen, die “mehr aus dem Bauch als aus dem Kopf heraus” kommt. Er hatte bereits zahlreiche Soloausstellungen, etwa in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt im Jahr 2008 sowie in der Berlinischen Galerie im Jahr 2012. Zudem nahm er an diversen internationalen Gruppenausstellungen Teil, darunter 2005 im Museum Tinguely im schweizerischen Basel. 2012 gewann Sailstorfer den renommierten Vattenfall Contemporary Preis – vorherige Gewinner sind unter anderem Julian Rosefeldt und Gregor Hildebrandt.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise

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