Max Beckmann

Max Beckmann Biografie

Max Beckmann schuf im Laufe seiner außergewöhnlichen Karriere auch unter extrem schwierigen Bedingungen Kunstwerke. Auf diese Weise wurde der 1884 in Leipzig geborene Künstler einer der berühmtesten Maler seiner Zeit. Er fing bereits als Kind an zu zeichnen und begann im Jahr 1900 ein Studium an der Weimarer Akademie. Bei regelmäßigen Besuchen in Paris beeindruckten ihn Paul Cézanne und die Impressionisten. Beckmann arbeitete im Ersten Weltkrieg als Sanitäter und erlitt später aufgrund des Grauens, dessen Zeuge er geworden war, einen Nervenzusammenbruch.

 

Nach dem Krieg zog Max Beckmann nach Frankfurt, wo seine Karriere begann. Er erfuhr wachsendes Interesse und Lob in Deutschland und sechs seiner Gemälde waren 1931 Teil einer Gruppenausstellung in New Yorks renommiertem Museum of Modern Art. Die Zeit des Erfolges endete abrupt mit der Ernennung Hitlers zum deutschen Reichskanzler im Jahr 1933. Beckmanns Werke wurden aus den Museen entfernt, worauf er 1937 diesem feindlichen Umfeld den Rücken kehrte und nach Amsterdam umsiedelte. Trotz Einschüchterungen der Nazis gab er nie nach oder änderte seinen Stil. Im Jahr 1947 erhielt er endlich ein Visum für die USA und verließ Amsterdam, um in St. Louis eine Stelle als Lehrer anzutreten. Nach kurzer Zeit zog Beckmann nach New York und lehrte an der Brooklyn Museum Art School. Er starb im Jahr 1950 als er auf dem Weg war, sein Werk Selbstbildnis in blauer Jacke im New Yorker MoMA zu besichtigen.

 

Max Beckmann portraitierte die Exzesse der Weimarer Bourgeoisie in einem verstörenden Stil. Seine ausdrucksstarken Portraits mit leuchtenden Farben und betonten Kontouren sind noch immer sehr gefragt. Er schreckte nie vor universellen Themen wie Angst und den Mysterien des Unergründbaren zurück. Obwohl er mit dem deutschen Expressionismus in Verbindung gebracht wurde, hatte er kein Interesse an abstrakter Malerei: “Ich brauche keine abstrakten Dinge; jedes Objekt für sich ist schon unecht genug, so unecht, dass ich es nur durch Malen echt machen kann.” 

 

Die Arbeiten von Max Beckmann, der auch ein talentierter Drucker und Zeichner war, sind in den Sammlungen der besten Museen vorhanden. Große Retrospektiven wurden auf der ganzen Welt gezeigt, wie etwa im MoMA in New York im Jahr 1995 und in der Tate Modern in London im Jahr 2003. Das Frankfurter Städelmuseum widmete Beckmann im Jahr 2011 einen ganzen Raum seiner Dauerausstellung. Seine Gemälde werden regelmäßig für siebenstellige Beträge verkauft und besonders die Selbstportraits sind hoch gehandelt. 2001 zahlte ein Sammler im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s über 20 Millionen US-Dollar für Beckmanns Selbstbildnis mit Horn von 1938. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1950 hatte Beckmann gerade eine wichtige Einzelausstellung bei der Biennale in Venedig.

Erhältliche Arbeiten: 1