Matthias Müller

Matthias Müller Biografie

Es gibt wenige zeitgenössische Künstler, die einen größeren Einfluss auf den europäischen Experimentalfilm gehabt haben als Matthias Müller. Als Filmemacher und Künstler konzentriert sich ein Großteil seines Werks auf die Unvollkommenheit des Gedächtnisses und hinterfragt seine Unzulänglichkeit als Instrument der Erinnerung.

 

Matthias Müllers Filme eröffnen viele Einblicke in seine eigene Identität und kombinieren dabei fiktionale mit autobiografischen Elementen. Meist ist das eigentlich Entscheidende das, was in seinen Filmen fehlt oder weggelassen wird - als ob er sich das Ungesagte zu Nutzen machen wollte, um Ungewissheit im Betrachter auszulösen.  Müllers Verwendung von bereits existierendem Material (Archivfilme, vergessene Filme oder solche aus Privatbesitz) unterstreicht das Hauptanliegen seiner Arbeit, ein „Echo zu kreieren, das noch lebendiger ist als der Klang, der es auslöste”.

 

1961 in Bielefeld geboren, etablierte sich Müller mit einer Reihe von wegweisenden Super-8-Filmen, das bevorzugte Medium der deutschen Underground-Filmemacher der Post-Punk-Bewegung. Seit 1999 arbeitet Matthias Müller zusammen mit Christoph Girardet, mit dem er den Prix Canal+ du meilleur court métrage beim Cannes Film Festival 2006 gewann. Zusammen mit Girardet gewann er 2006 auch den Deutschen Kurzfilmpreis für Animationsfilme. 1990, 1997 und 2000 erhielt Müller den prestigereichen Preis der deutschen Filmkritik.   

Erhältliche Arbeiten: 5

Kunstwerke und Preise

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