Markus Lüpertz

Markus Lüpertz Biografie

Markus Lüpertz ist einer der einflussreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. Seine Gemälde, die eine unerschrockene Auseinandersetzung mit der Conditio Humana beinhalten, entwickeln einen einzigartigen Dialog zwischen Figuration und Abstraktion und provozieren dadurch eine Neuinterpretation der Geschichte der modernen Kunst. Lüpertz wird üblicherweise als Neoexpressionist bezeichnet und entwickelte seinen Stil als Antwort auf die in seiner Jugend vorherrschenden Richtungen der amerikanischen Konzeptkunst und der Pop-Art, indem er die Subjektivität und den groben Umgang mit Materialien in den Vordergrund stellte. Seit über 22 Jahren ist Lüpertz Leiter der Kunstakademie Düsseldorf, einer der angesehensten Institutionen Deutschlands. Lüpertz bezeichnet seine abstrakten Kompositionen als "Dithyramben", eine Referenz an die Gottheiten, die die Trennung zwischen zwei Lebensabschnitten symbolisieren. Dieser Dualismus bildet die konzeptuelle Basis eines Großteils seines Werks.

 

Markus Lüpertz kombiniert popkulturelle mit mythologischen Referenzen und scheut auch vor der Auseinandersetzung mit Deutschlands problematischer Vergangenheit nicht zurück. 1970 erlangte er erstmals Bekanntheit, als er anfing, deutsche Militärmotive wie Nazihelme und -umhänge in seinen Gemälden darzustellen. Lüpertz wies die monströsen und gewalttätigen Assoziationen, die man üblicherweise mit diesen Motiven verbindet, stets zurück und zog es vor, seine Rolle als abstrakter Künstler und demnach als Künstler "ohne Verantwortung", zu betonen. Diese kaum zu vereinbarende Kombination von Bildmotiven mit Abstraktion steht im Zentrum seines Schaffens.  

 

Markus Lüpertz, der 1941 in der Tschechoslowakei geboren wurde, emigrierte 1948 mit seiner Familie nach Deutschland. Nachdem er zunächst kleine Stellen im Straßen- und Kohlebergbau innehatte, machte er sich auf die Suche nach Abenteuern und trat der französischen Fremdenlegion bei, aus der er aber schon nach einigen Monaten desertierte. 1962 zog Lüpertz nach West-Berlin – damals die einzige Stadt Deutschlands, in der es keinen verpflichtenden Wehrdienst gab.

 

1970 erhielt Markus Lüpertz den prestigereichen Prix de Rome und ein damit verbundenes einjähriges Stipendium in Florenz. 1997 hatte er umfangreiche Ausstellungen im Stedeldijk Museum in Amsterdam und 2009-10 organisiete die Bundeskunsthalle in Bonn eine umfassende Retrospektive seines Werkes. 2015 fand eine weitere Retrospektive seiner Arbeiten im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris statt. Seine Gemälde, Skulpturen, limitierten Auflagen und Multiples sind bei Sammlern auf der ganzen Welt beliebt und seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen der Pinakothek in München, dem Moderna Museet in Stockholm und dem Musée d'Art et d'Histoire in Genf.

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