Louise Bourgeois

Louise Bourgeois Biografie

Der Aufschwung des Feminismus am Ende der 60er Jahre beförderte Louise Bourgeois und ihre emotionsgeladenen, wunderschön gestalteten Arbeiten über Nacht ins Rampenlicht der Kunstwelt. Sie ist eine Pionierin der sogenannten “Confessional Art” und ihre beeindruckenden Auktionsergebnisse haben ihren Status als eine der gefragtesten und beliebtesten Künstlerinnen unserer Zeit untermauert. 

 

Die rohe Kraft Louise Bourgeois’ Arbeit findet ihren Ursprung in der rückhaltlosen Erforschung ihrer schwierigen Kindheit, die von der Doppelmoral ihres dominanten Vaters geprägt war. Ihr Vater, ein Frauenheld, führte eine zehnjährige Affaire mit der Hauslehrerin der jungen Bourgeois, während er seine Frau und seine Tochter herabwürdigte, die so tun mussten, als wäre alles in Ordnung. In ihrer späteren Karriere bediente sich Bourgeois in ihren Skulpturen häufig des Motivs der Spinne, die durch ihre Anspielung auf Pflege und Schutz ein Symbol für die Stärke von Mutterschaft ist. Im Jahr 2000 wurde ihr die Ehre zuteil, die erste Ausstellung in der Turbinenhalle der Londoner Tate Modern inszenieren zu dürfen, bei der sie auch die denkwürdige Skulptur Maman, eine kolossale Stahlspinne, präsentierte. 

 

Louis Bourgeois, die 1911 in Frankreich geboren wurde, studierte zunächst Mathematik, bevor sie zur Kunst wechselte und 1938 nach New York zog, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte. 1993 vertrat sie die Vereinigten Staaten bei der Biennale von Venedig. Bourgeois war darüber hinaus eine versierte Grafikerin und arbeitete eine Zeit lang im legendären Atelier 17. Insgesamt fertigte sie über 1500 verschiedene limitierte Auflagen und Multiples an, die sich allesamt perfekt in ihr Gesamtwerk eingliedern und die sie schließlich dem MoMA in New York überließ. Bourgeois starb 2010, nachdem sie so gut wie alles erreicht hatte, was es für eine Künstlerin ihrer Generation zu erreichen gab. Ihre Arbeiten sind in einer Vielzahl von bedeutenden Kunstsammlungen der Welt vertreten.

Erhältliche Arbeiten: 15