Konrad Klapheck

Konrad Klapheck Biografie

Konrad Klapheck beschreibt seine eigenen Arbeiten als monumental, amüsant, absurd und sexuell suggestiv. Seine Werke verflechten Elemente aus dem Realismus, dem Surrealismus und der Pop Art. Der Maler und Grafiker, der 1935 in Düsseldorf geboren wurde, ist bekannt für sein Interesse an alltäglichen Objekten, die er auf reduzierte, objektive Weise darstellt. Schreibmaschinen, Duschen, Wasserhähne, Telefone, Nähmaschinen und Bügeleisen werden in seinen Arbeiten abgebildet.

 

Während seines Studiums an der Kunstakademie in Düsseldorf von 1954 bis 1956 wurde Konrad Klapheck vom magischen Realismus in den Arbeiten des Dada-Künstlers Max Ernst beeinflusst. Klaphecks Affinität zu diesem Stil spiegelt sich auch in der Entwicklung seiner berühmten Schreibmaschinenbilder wider: diese wurden immer großformatiger, und Form, Farbe und Belichtung der verschiedenen Modelle erinnern stark an Ernsts Arbeiten. Aufgrund seiner seriellen Arbeitsweise und der Vergrößerung von trivialen Objekten wurde Klapheck auch als Pop-Künstler bezeichnet.

 

In den 50er Jahren in Paris inspirierten Konrad Klapheck die Werke und Künstler, die er dort antraf – vor allem Marcel Duchamps “Anémic Cinéma” (ein experimenteller, surrealer Film von 1926) und die Surrealisten, an deren Treffen er vermittelt durch André Breton teilnahm. Ab dem Jahr 1970 konzentrierte sich Klapheck im Atelier Hartmut Frielinghaus’ in Hamburg auf seine Radierungen. Er begann, Platten herzustellen, die selbst als Kunstwerke vom Galeristen Rudolf Zwirner 1977 ausgestellt wurden. Seine Radierungen wurden in großer Auflage produziert und so zu einem wichtigen Teil von Klaphecks Werk. In den späten 1990er Jahren widmete sich der Künstler Portraits und Figuren. Er malte Kollegen, Freunde, Stars der Kunstszene und Akte. Klapheck behandelt vielfältige Themen, die er immer mit charakteristischer Ironie und psychologischen oder sexuellen Untertönen auslegt.

 

Konrad Klapheck hat bereits an Ausstellungen auf der ganzen Welt teilgenommen. Eine seiner ersten großen Retrospektiven wurde im Boijmans van Beuningen in Rotterdam im Jahr 1974 gezeigt. Seitdem hat es weitere Retrospektiven gegeben, wie etwa in der Hamburger Kunsthalle, der Kunsthalle Tübingen und der Staatsgalerie moderner Kunst in München. 1994 reiste Klapheck nach Peking, um dort am Central Institute of Fine Arts einen Vortrag zu halten. 2009 wurde der Künstler damit beauftragt, die offiziellen Poster für das French Open Roland Garros Tennisturnier zu gestalten. Zuletzt zeigte der Kunstpalast in Düsseldorf im Jahr 2013 Klaphecks Gemälde und Zeichnungen.

Erhältliche Arbeiten: 3

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