Kerstin Brätsch

Kerstin Brätsch Biografie

Kerstin Brätsch verstößt gegen traditionelle Hängweisen und Produktionsformen von Kunst, indem sie häufig auf Polyester- oder Plastikoberflächen malt und ihre Werke mit Magneten an der Wand befestigt. Die fertigen Werke werden oftmals in Elemente aus Plexiglas eingerahmt, die in den Ausstellungsraum hineinragen. Brätschs Ziel ist es, "Malerei als eine Sprache selbst zu beschreiben. Aufzuzeigen, dass sprachliche Fehler, Verwechslungen, Stummheit, paranoide Zurückhaltung und Missverständnisse gültige Arten sind, über Malerei zu sprechen." In ihren abstrakten Arbeiten verarbeitet sie verschiedene Vokabulare und Stilregister und nutzt für die Produktion ihrer großformatigen Mixed Media-Werke die Grammatik von Skulptur, Performance und Zeichnungen. 

 

Kerstin Brätsch ist äußerst aktiv und bekannt dafür, sehr schnell neue Werke zu produzieren. 2007 gründete sie gemeinsam mit der Künstlerkollegin Adele Schröder das Kollektiv DAS INSTITUT in New York, das zeitgenössische Marketingstrategien sowie die Verbreitung und den Austausch von Bildern in der heutigen Gesellschaft untersucht und demontiert. Hierbei setzt Brätsch Malerei in Verbindung mit so unterschiedlichen Ausdrucksformen wie Videoprojektionen oder Strickwaren. Brätsch, die stets empfänglich für neue Ideen, Medien und Themen ist, arbeitet an den Grenzen der Malerei und erforscht ihre Widersprüche und Unzulänglichkeiten, während sie gleichzeitig ihrer Kunst uneingeschränkt treu bleibt. 

 

Kerstin Brätsch, die 1979 in Hamburg geboren wurde, studierte an der Universität der Künste in Berlin und der Colombia University in New York, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihre Werke wurden an zahlreichen renommierten Institutionen ausgestellt, darunter in der Serpentine Gallery in London, der Kunsthalle Zürich und dem Hamburger Bahnhof in Berlin. Brätsch wurde mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem August-Macke-Preis und dem Kunstzeitraum der Pinakothek der Moderne in München. Darüber hinaus war sie in der engeren Wahl für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst Berlin.

Erhältliche Arbeiten: 4