Keith Tyson

Keith Tyson Biografie

Der Turner-Preis-Gewinner Keith Tyson geht als Künstler mutig neue Wege, welche unter anderem auch die Verbindung zwischen Kunst und Realität thematisieren. Tyson, der 1969 geboren wurde, verließ bereits mit 15 Jahren die Schule, um bei BAE Systems in die Lehre zu gehen. Die Arbeit befriedigte ihn nicht und so begann er 1989, einen Kunst-Grundlagenkurs am Carlisle College of Art zu besuchen. Ein Jahr später zog er in den Süden, um an der University of Brighton experimentell-alternative Kunstpraxis zu studieren.

 

Kurz nach seiner Zeit in Brighton erfand Keith Tyson in seinem Londoner Atelier seine berühmt-berüchtigte Art Machine, 1999 – ein Hilfsmittel, welches ihm Anweisungen dazu gab, was er als nächstes produzieren sollte. Art Machine war Teil eines laufenden Experiments zum Thema “Zufall”. Es nutzte Algorithmen und verschiedene Computerprogramme, welche Handlungsanweisungen gaben, die der Künstler in seinen Arbeiten umsetzte. Das Projekt war ein großer Erfolg und wurde international ausgestellt. Um das Jahr 2000 begann Tyson sich seiner Arbeit aus einer mehr künstlerischeren Perspektive zu nähern. Nicht wenige der Werke aus der daraus resultierenden Serie mit dem Namen Drawing and Thinking wurden auf der Biennale von Venedig im Jahr 2001 präsentiert.

 

Geschickt verschmilzt Keith Tyson Logik und Zufall in seinen Kunstwerken – ein fesselnder Anblick für den Betrachter. Es beginnt ein Prozess des Verstehens, aber auch des Hinterfragens der Grenzen des Möglichen. Tyson gestand vor einiger Zeit, dass er spielsüchtig ist. Roulette – seine größte Schwäche – findet sich als Bildmotiv in vielen seiner Werke wieder.

 

Im Jahr 2005 stellte Keith Tyson seine monumentale Arbeit Large Field Array im Louisiana Museum of Modern Art in Dänemark und im De Pont Museum of Contemporary Art in den Niederlanden aus. 2009 war er Teil der renommierten Ausstellung Walking my Mind der Hayward Gallery in London. Seine Arbeiten sind stark durch den Maler Francis Picabia und andere Künstler, die er sammelt, beeinflusst. In den letzten Jahren konzentrierte sich Tyson hauptsächlich auf die Malerei. Seine Arbeiten sind unter anderem Bestandteil der Sammlung der Tate Modern in London, die ihm 2002 den Turner-Preis verlieh. Von der University of Brighton erhielt er im Sommer 2005 den Ehrendoktortitel. 

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise