Julian Röder

Julian Röder Biografie

Julian Röder ist eine etablierte Größe in der deutschen Fotografen-Szene. Nach dem Fall der Berliner Mauer arbeitete Röder, der 1981 in Ostdeutschland geboren wurde, einige Jahre als Fotojournalist für die einflussreiche Berliner Fotoagentur Ostkreuz. Heute sind seine Werke nicht mehr an journalistische Verpflichtungen gebunden, doch seine Arbeitspraxis ist geprägt von seinen Erfahrungen aus dieser Zeit. Auf ihnen aufbauend entwickelte Röder seinen aktuellen konzeptionell-dokumentarischen Ansatz. In seinen Fotografien reflektiert er Aspekte von Macht, Umwelt und Wirtschaft und stößt dabei Thematiken an, deren Brisanz über das konkret im Bild gezeigte hinaus geht.

 

Julian Röders erste große eigenständige Arbeit war das langjährige Dokumentationsprojekt The Summits, das Proteste an den Rändern der Sicherheitszonen von Staatsgipfeln weltweit darstellte. Im Jahr 2011 reiste Röder nach Abu Dhabi, um die größte Waffenmesse im Nahen Osten zu besuchen, die die Grundlage seiner Serie World of Warfare bildete. Das Projekt bot alarmierende Einblicke in die kommerziellen und gesellschaftlichen Events, welche sich im Hintergrund kriegerischer Konflikte abspielen. Röders Fotos zeigen nicht nur die Ereignisse, die er fotografiert, sondern sie bieten neue Perspektiven auf die Gesellschaften, in denen wir leben, und deren Machtstrukturen.


Julian Röders Werke wurden in Gruppenausstellungen sowie Einzelausstellungen zahlreicher bedeutender Institutionen gezeigt, wie der C/O Berlin, Berlin, dem Haus am Waldsee, Berlin, dem Kunstverein Ulm, dem KW Institute for Contemporary Art, Berlin, dem Museum of Modern Art, Moskau, dem ZKM Karlsruhe, dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin und dem Center for Contemporary Art, Tel Aviv. 2014 erhielt Röder das Ellen-Auerbach-Stipendium für Fotografie der Akademie der Künste, Berlin.

Erhältliche Arbeiten: 12