John Waters

John Waters Biografie

Der herausragende Filmregisseur John Waters, dessen Markenzeichen der bleistiftdünne Schnurrbart ist, ist berühmt für seine transgressiven Underground-Filme aus den 70ern und frühen 80ern, in denen Camp-Ikonen wie Divine, legendäre Drag-Queen und Star der amerikanischen Gegenkultur, mitwirkten. Waters Arbeit zelebrierte das Queere, das Groteske und das Marginale in Filmen wie Eat Your Makeup (1968) oder Pink Flamingos (1972) und ist geprägt von subversiver Sexualität, Trashkultur und peripheren Charakteren. So war er bekannt dafür, Rollen in seinen filmischen Arbeiten mit realen Kriminellen und Prostituierten zu besetzen.

 

John Waters experimentiert darüber hinaus mit visueller Kunst. Seit den 90er Jahren hat er ein umfangreiches fotografisches Werk und eine beachtliche Anzahl an Installationen produziert, darunter Rush (2009), eine Skulptur aus umgestoßenen Poppers-Fläschchen, eine in der Schwulenszene für sexuelle Zwecke beliebte Clubdroge. Die Idee, Objekte mit subkultureller Konnotation zu vergrößern, stellt eine raffinierte Umkehrung von Oldenburgs übergroßen Skulpturen alltäglicher Gebrauchsgegenstände dar und ist damit typisch für Waters schrägen Sinn für Humor.

Waters ist bis heute einer von Amerikas ausdauernden Querdenkern und produziert einprägsame und provokative Werke, die sich außerhalb der Grenzen gesellschaftlicher Normen bewegen.

 

John Waters, der 1946 in Baltimore, Maryland, geboren wurde, hat seine Werke vielfach ausgestellt, unter anderem in der Gagosian Gallery in Los Angeles und dem New Museum in New York, wo er 2004 mit einer Retrospektive seines Werkes geehrt wurde. Darüber hinaus schreibt Waters regelmäßig Beiträge für das Magazin Artforum und wurde 2015 von der renommierten Rhode Island School of Design mit der Ehrendoktorwürde in Bildender Kunst ausgezeichnet.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise