Joan Mitchell

Joan Mitchell Biografie

Joan Mitchell verglich das Malen einmal mit freihändigem Fahrradfahren. Kennt man die scheinbar unbegrenzte Energie und Freiheit ihrer Pinselführung auf großformatigen Leinwänden, ist diese Aussage kaum überraschend. Die Malerin und Druckgrafikerin, die 1925 in Chicago geboren wurde, ist eine der wenigen weiblichen Schlüsselfiguren des Abstrakten Expressionismus in Amerika. Dessen Szene entdeckte sie, nachdem sie 1947 vom Art Institute in Chicago nach New York umzog. Die New Yorker Schule war in der Hand der Abstrakten Expressionisten und Mitchell tauchte schnell in deren Umfeld ein.

 

Typisch für Joan Mitchells Arbeiten sind aufregende Farbkompositionen und weite, ausdrucksstarke Pinselstriche in rhythmischen Kompositionen. Sie wollte nie erkennbare Abbildungen schaffen, sondern Leinwände mit emotionalem Effekt produzieren. Die düstere, chaotische Stimmung in ihren Werken der frühen 1960er Jahre spiegeln Mitchells Wut zu dieser Zeit wieder. Hellere Töne und harmonischere Pinselführung in den späten 1960ern sollten sie “aus dieser stürmischen Phase herausführen”. In ihren Werken vermag Mitchell es, durch Farbe und Licht Veränderungen in ihrer Umgebung, in ihren Beziehungen und ihrem eigenen Befinden Ausdruck zu verleihen. In den 1960er Jahren zog sie nach Frankreich und fand dort ein größeres Atelier. Hier begann sie mehrere Leinwände zusammenzufügen und schuf die außergewöhnlichen, großformatigen Werke, für die sie heute bekannt ist. In den 1990er Jahren fing Mitchell an, mit verschiedenen Drucktechniken zu experimentieren und arbeitete im Stil ihrer Gemälde an limitierten Lithografien. Sie starb 1992 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich.

 

1951 stellte Joan Mitchell in der Ninth Street Show in New York neben Jackson Pollock und Willem de Kooning aus. Sie hatte mehrere Retrospektiven im Whitney Museum of American Art und ihre Werke sind Teil der weltweit wichtigsten Sammlungen, unter anderem des MoMA in New York, der Tate in London und der Fondation Cartier pour l’Art Contemporain in Paris. 2014 verkaufte das Auktionshaus Christies in Paris ein unbenanntes Gemälde Mitchells aus dem Jahr 1971 für die Rekordsumme von 5,2 Millionen Euro.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise