Jeremy Deller

Jeremy Deller Biografie

Der Turner-Preisträger Jeremy Deller produziert politisch aufgeladene Kunst, die konservative Denkmuster attackiert und einen ironischen Blick  auf die herrschenden Eliten wirft. Er nutzt die Medien der Installation und der Performance, häufig in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, und ist fasziniert vom Wechselspiel zwischen verschiedenen Gemeinschaften und sozialen Gruppen. Sein Werk The Battle of Orgreave aus dem Jahr 2001 veranschaulicht dies: Mit der Beteiligung von 800 Freiwilligen setzte Deller einen gewalttätigen Zusammenstoß zwischen streikenden Minenarbeiten und der Polizei aus den 80ern neu in Szene. Der ursprüngliche Vorfall hatte einen nachhaltigen Effekt auf die betroffenen Gemeinschaften und Deller war sich bewusst, dass er der turbulenten historischen Komplexität des Ereignisses durch diese filmische Neuinszenierung noch mehr Auftrieb verleihen würde. Sein Werk befasst sich häufig mit den Aspekten, die Gemeinschaften voneinander trennen. Er verändert lediglich ihren Kontext, fügt einen Katalysator hinzu und dokumentiert die anschließenden Ereignisse. Seine Drucke und Multiples sind wunderschön gestaltet und zeigen den Künstler von seiner humorvollen Seite.

 

Jeremy Deller wuchs in South London auf und besuchte das traditionsreiche Dulwich College, wo er erstmals begann, seine eigene Form des Nonkonformismus zu entwickeln. Im Jahr 1986 besuchte Deller Andy Warhol und verbrachte zwei Wochen in dessen Factory in New York. 2010 erhielt er die Albert Medal of the Royal Society for the Encouragement of Arts, Manufactures & Commerce. 2012 fand eine Retrospektive seines Werks mit dem Titel Joy in People in der prestigereichen Hayward Gallery statt. Deller hatte die Ehre, Großbritannien bei der Biennale von Venedig 2013 zu repräsentieren.

Erhältliche Arbeiten: 4