James Rosenquist

James Rosenquist Biografie

Der bahnbrechende amerikanische Maler James Rosenquist ist von der Popkultur und der Bildästhetik der Werberbranche inspiriert und vor allem für seine herrlich bunten, fragmentierten Arbeiten bekannt. In den frühen 60ern begann Rosenquist, Bilder aus der Popkultur und der kommerziellen Werbewelt in seine großformatigen Gemälde zu integrieren. Das Ergebnis war ein faszinierendes Porträt der damaligen Gesellschaft und ihrer aufkommenden Vorliebe für den Konsum.  

 

James Rosenquist wurde 1933 in Grand Forks, North Dakota, geboren, wo er Zeuge der sich verändernden Landschaft des ländlichen Amerika wurde. Im Alter von gerade einmal 14 Jahren erhielt er ein Stipendium am Minneapolis Art Institute, bevor er an die University of Minnesota wechselte. Viele von Rosenquists Themen haben ihren Ursprung in den drei Jahren zwischen 1957-60, in denen er als Plakatmaler tätig war. Seine Aufgabe war es, die riesigen Plakate für den New Yorker Times Square zu malen. Des Öfteren nahm er unbenutzte Farbe für den Eigenbedarf mit zurück in sein Studio. Rosenquists erste Einzelausstellung in der Green Galerie in New York im Jahr 1962 markierte den Beginn einer produktiven Phase des Künstlers. Im Anschluss wurde er beauftragt, ein riesiges Wandgemälde für den New York State Pavillon der Weltausstellung 1964 anzufertigen.

 

Eine von James Rosenquists größten Errungenschaften bestand darin, Fotos und Werbebilder aus Zeitschriften durch eine bloße Veränderung ihrer Größe und ihres Kontexts in kaleidoskopische Narrative zu verwandeln. Ein Paradebeispiel dafür ist sein Gemälde F-111 aus dem Jahr 1964/65, ein Bild eines kontroversen und überteuerten Kampfflugzeugs, das mit diversen Konsumgütern durchsetzt ist und ganze 26 Meter misst. Das Werk war ein kultureller Meilenstein und wurde sogar in Douglas Copelands Essaysammlung Postcards from the Dead aus dem Jahr 1996 thematisiert. Obwohl sein Werk nicht direkt politisch ist, wurde Rosenquist 1972 im Zuge einer Demonstration gegen den Vietnam-Krieg verhaftet.

 

Rosenquist produzierte weiterhin groß angelegte Arbeiten. 2006 stellte er sein monumentales Werk Celebrating the Fiftieth Anniversary of the Signing of the Universal Declaration of Human Rights by Eleanor Roosevelt von 1998 auf der prestigereichen Unlimited der Art Basel aus. Rosenquist ist jedoch nicht nur als Maler, sondern auch als Produzent von limitierten Auflagen und Multiples berühmt. Zu seinen bekannten Auflagenwerken zählt unter anderem Time Dust von 1992, das gemeinhin als größter Druck der Welt gilt. Rosenquist hatte 1972 seine erste Einzelausstellung im Whitney Museum of American Art und 2003 eine weitere im Guggenheim Museum, beide in New York. Er ist in zahlreichen berühmten Sammlungen weltweit vertreten. James Rosenquist starb im Jahr 2017.

Erhältliche Arbeiten: 14