Ilya Kabakov

Ilya Kabakov Biografie

Von den vielen Künstlern, die aus den Trümmern der Sowjetunion hervorgingen, ist Ilya Kabakov (zusammen mit seiner Partnerin und Frau Emilia) der mit Abstand angesehenste und am meisten ausgezeichnete. Seine labyrinthartigen Installationen haben etwas Choreografisches, Bühnenhaftes an sich; darüber hinaus setzt der Künstler auch klangliche Mittel ein, um den Betrachter in ausgeklügelte interaktive Räume zu verwickeln.

 

Ilya Kabakov wurde 1933 in der Ukraine geboren. Seine Karriere lässt sich zwei Perioden einteilen. In der Sowjetunion war er ein populärer, staatlich sanktionierter Kinderbuchillustrator und arbeitete in Moskau. Gleichzeitig beschäftigte er sich jedoch aktiv damit, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Seine Karriere war geprägt von den Spannungen zwischen seinem "anerkannten" Beruf und dem künstlerischen Schaffen, das von der offiziellen Position abwich.

 

Obwohl sein Beruf ihm beträchtliche finanzielle Vorteile sicherte, verließ Ilya Kabakov 1987 die Sowjetunion, um sich im österreichischen Graz niederzulassen. Kabakovs Arbeit analysiert häufig die psychologische Dimension des sowjetischen Alltagslebens und benutzt diese, um tiefergehende Fragen über die menschliche Existenz zu stellen.  Seine Installationen sind meist bittersüße Studien menschlicher Mühen, wie sie sich zwischen enttäuschten Erwartungen und der Selbsttäuschung des Individuums abspielen. Im Laufe seiner Karriere hat Kabakov ein umfangreiches Werk an Multiples und limitierten Auflagen produziert. Er hat seine Arbeiten weltweit ausgestellt und lebt mittlerweile in New York. Sein Werk ist in zahlreichen bedeutenden Sammlungen vertreten, unter anderem im Guggenheim Museum und dem MoMA in New York. 

Erhältliche Arbeiten: 3