Helmut Newton

Helmut Newton Biografie

Mit dem deutsch-australischen Fotografen Helmut Newton veränderte sich ein wichtiger Bereich der künstlerischen Fotografie. Indem er auch provokative und künstlich stilisierte Interpretationen von Mode sowie erotische Szenen festhielt, bildete er eine glamouröse Lebensweise ab.

 

Das frühe Leben des 1920 geborenen Helmut Newton war hektisch. Er floh 1938 vor den Nazis und arbeitete 2 Jahre als Portraitfotograf in Singapur. Seine jüdischen Eltern, die eine Knopffabrik besaßen, zogen vor dem Zweiten Weltkrieg nach Südafrika.

 

Kurz nach seinem Umzug nach Australien, wo er zur Armee ging, wurde er Britischer Staatsbürger und änderte seinen Namen von Neustädter in Newton. In Melbourne gründete er ein Fotostudio und heiratete die bald berühmte Fotografin Alice Springs. Seine gelegentliche Arbeit für die australische Vogue führte zu einem Vertrag mit der britischen Vogue, wodurch sich seine Karriere explosionsartig weiterentwickelte. 1961 wechselte er zur französischen Vogue, wo sein Stil für über 25 Jahre zu deren Signatur wurde.

 

Helmut Newton ist bekannt für seine erotischen, oft fetischistischen Bilder. Für den Playboy schoss er Akte von Nastassja Kinski und Kristine DeBell. Nach einem Herzinfarkt verlangsamte sich sein Schaffen und Newton interessierte sich mehr und mehr für die Welt der Stars. Er fotografierte diese, während er im Hotel Chateau Marmont in Hollywood lebte, wo er sich mit Dennis Hopper und Billy Wilder anfreundete. Viele dieser Bilder wurden später in der Vanity Fair veröffentlicht.

 

Fast alle Bücher und Ausstellungen Helmut Newtons wurden von seiner Frau kuratiert. Sein Buch Sumo aus dem Jahr 1999 wog ganze 26 Kilogramm. 2001 zeigte die Neue Nationalgalerie in Berlin zu seinem 80. Geburtstag eine große Ausstellung. Vor seinem Tod schenkte er der Stadt Berlin über 1000 Werke für die Helmut Newton Foundation. Newton starb im Jahr 2004 in Folge eines Autounfalls mit seinem Cadillac.

Erhältliche Arbeiten: 2

Kunstwerke und Preise