Hanne Darboven

Hanne Darboven Biografie

Hanne Darboven (geboren 1941 in München, gestorben 2009 in Hamburg) war eine in Hamburg lebende deutsche Konzeptkünstlerin, die für ihre großen, minimalistischen Installationen berühmt ist. Die Künstlerin arbeitete nach selbst auferlegten Regeln, wobei das Konzept von Zeit und der Lauf der Geschichte ihren thematischen Fokus bildete. Sie nutzte den Kalender als konzeptuelle Grundlage ihrer Kunst: Datum und Zeitspannen (z.B. Ein Monat, ein Jahr, ein Jahrhundert, 1971) bildeten das Gerüst für ihre Arbeiten. Auf Tausenden von Blättern, die als Serien angelegt waren, notierte sie obsessiv Abfolgen von Texten und Zahlen, oft in Kombination mit visuellen Dokumenten, die ihre eigene Biografie, Gegenwartsgeschichte oder kulturelle Phänomene reflektierten. Ihre von ihr selbst als "mathematische Literatur" bezeichnete Arbeit konnte mit einem bedeutenden Datum oder historischen Ereignissen anfangen oder auch den Alltag in den Fokus nehmen.


Die große Bandbreite an Themen innerhalb Hanne Darbovens Oeuvres und der Reichtum ihres fotografischen Materials verleiht ihrer Arbeit das Wesen einer visuellen Enzyklopädie unserer Zeit. Ihre Kunst wurde in zahlreichen Ausstellung in Deutschland und im Ausland gezeigt, z.B. in den Deichtorhallen in Hamburg und dem Dia Center for the Arts in New York. Außerdem wurde ihre Arbeit bei der documenta 5, 6, 7 und 11 ausgestellt und sie repräsentierte Deutschland auf der 40. Biennale von Venedig.

Erhältliche Arbeiten: 2

Kunstwerke und Preise