Georges Braque

Georges Braque Biografie

Georges Braque war sowohl am Fauvismus als auch am Kubismus beteiligt, zwei der bedeutendsten Bewegungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine unermüdliche Schöpfung von Stilleben und sein experimenteller Elan machten ihn zu einem der wichtigsten Künstler seiner Zeit.

 

1882 in Frankreich geboren, wuchs Georges Braque in Le Havre auf und studierte von 1897-99 abends an der École des Beaux-Arts. Anfangs war Braque klar impressionistisch geprägt. Nachdem er jedoch eine Ausstellung der Künstlergruppe Fauves besucht hatte, veränderte er ab 1905 seinen Stil, indem er ihren Einsatz leuchtender Farben adoptierte, um eine emotionale Reaktion hervorzurufen. Später aber traf er Pablo Picasso und begann, unter dem Einfluss von Picassos Werk Demoiselles d’Avignon eine grün-braune Farbpalette und vereinfachte Formen zu verwenden. Schon bald arbeiteten Braque und Picasso eng zusammen, wodurch schließlich der analytische und der synthetische Kubismus entstand. Teilweise waren ihre Arbeiten nicht voneinander zu unterscheiden, da ihr Stil so ähnlich geworden war.

 

Kurz nachdem Georges Braque Picasso kennengelernt hatte, zeigte er seine erste Einzelausstellung in Daniel-Henri Kahnweilers Galerie im Jahr 1908. Seine enge Freundschaft mit Picasso dauerte bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Braque meldete sich freiwillig, wurde aber 1915 schwer verwundet. Seiner Genesung im Jahr 1917 folgte eine beginnende Freundschaft mit dem Künstler Juan Gris. Braques Bekanntheitsgrad wuchs in den 1920er Jahren und er nahm weitere Projekte an, wie etwa die Fertigung von Bühnenbildern für Sergei Diaghilevs Ballettstück “Les Fâcheux” im Jahr 1924. Ab dieser Zeit arbeitete er zunehmend freier und schuf 1931 seine ersten Werke aus Gips.

 

Im Jahr 1937 erhielt Georges Braque den ersten Preis der Carnegie International in Pittsburgh. Wie viele Künstler entschied er sich, während des Zweiten Weltkriegs in Paris zu bleiben, wodurch seine Arbeiten deutlich melancholischer wurden. Im Jahr 1948 erhielt er den Hauptpreis für Malerei bei der Biennale in Venedig. Er war außerdem ein guter Lithograf, Bildhauer und Graveur. Später musste er sich aus gesundheitlichen Gründen auf weniger große Projekte konzentrieren, arbeitete aber immer noch im Schmuckdesign und an Druckprojekten. Er starb am 31. August 1963 in Paris. Seine Arbeiten sind Teil der wichtigsten Sammlungen der Welt, wie etwa der Tate in London sowie des MoMA und des Solomon R. Guggenheim Museums in New York. Braque wird als einer der größten modernen Maler von Stilleben sowie als Vorreiter der abstrakten Kunst in Erinnerung bleiben.

Erhältliche Arbeiten: 3