Frank Stella

Frank Stella Biografie

Der amerikanische Maler Frank Stella ließ die existentielle Angst des abstrakten Expressionismus hinter sich. Er verzichtete auf traditionelle rechteckige Leinwände und sprach seinen Werken jegliche psychologische oder metaphysische Tiefe ab. Stella prägte die Entwicklung des Minimalismus und der Farbfeldmalerei nachhaltig und wurde dadurch ein wichtiger Vertreter des amerikanischen Modernismus.

 

Frank Stella wurde 1936 in Massachusetts geboren und studierte zunächst Geschichte an der Princeton University. Angezogen von der blühenden Kunstszene New Yorks der späten 50er Jahre, ließ sich Stella 1958 dort nieder. Sein Talent wurde sogleich erkannt und ein Jahr später gehörte er bereits der Künstlergruppe um den erfolgreichen Kunsthändler Leo Castelli an. Mit seiner erfolgreichen Reihe Black Paintings (1958-60) versuchte er, jegliche Form von Tiefe zu beseitigen und begann damit, Reliefs aufgrund ihrer skulpturalen Eigenschaft in seine Arbeit zu integrieren – ein Verfahren, das er als "maximalistisch" bezeichnete. Für ihn war entscheidend, in seiner Malerei einen ähnlich physischen Effekt wie in der Bildhauerei zu erzielen – eine Idee, die viele Maler der 70er und 80er Jahre stark beeinflussen sollte.

 

1964 war Frank Stellas Arbeit in der Ausstellung Shape and Structure, einer der bedeutendsten Ausstellungen des Jahrzehnts, zu sehen. Stella ließ den illusionistischen Raum hinter sich, stellte die Materialität der flachen Leinwand in den Vordergrund und erneuerte und erweiterte dadurch ständig die Grenzen der Kunst. Als visionärer Produzent von Auflagen und Multiples ging er über das bis dato Mögliche hinaus und produzierte einige der kompliziertesten und zukunftsweisendsten Drucke überhaupt. Zu diesem Zweck richtete er sich sogar eine eigene Druckwerkstatt in seinem Haus in New York ein.

 

Stellas Werk stand bereits im Mittelpunkt mehrerer großer Retrospektiven, unter anderem im MoMA und im Whitney Museum of American Art, beide in New York. Seine Arbeiten sind weltweit in zahlreichen Sammlungen vertreten, unter anderem im San Francisco Museum of Modern Art, im Whitney Museum of American Art und der Menil Sammlung in Houston. 1989 erhielt Frank Stella den Ordre des Arts et des Lettres der französischen Regierung und 2009 wurde ihm von Präsident Barack Obama selbst die prestigeträchtige National Medal of Arts verliehen.

Erhältliche Arbeiten: 12