François Morellet

François Morellet Biografie

François Morellet spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der abstrakten geometrischen Kunst. 1926 im französischen Cholet geboren, brachte sich Morellet vorwiegend selbst das Malen bei. Ab dem Jahr 1950 bezeichnete er sich als abstrakten Maler und zeigte im gleichen Jahr seine erste Einzelausstellung in der Galerie Creuze in Paris. 

 

François Morellet hat sein ganzes Leben daran gearbeitet, die Definition von abstrakter Kunst zu erweitern. Indem er das Bild als eine endlose Struktur wahrnahm, hinterfragte er die Grenzen der Malerei. Im Jahr 1961 war er neben Julio Le Parc Gründungsmitglied der Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV). Deren spielerische und ungewöhnliche Installationen basierten oft auf Interaktionen mit dem Publikum. Zu dieser Zeit fing Morellet auch an, mit Neonröhren zu arbeiten. Ihre Leuchtkraft und ihre Anpassungsfähigkeit gefielen dem Künstler. Er begann außerdem, mit Materialien wie Stoff und Klebeband an Installationen zu arbeiten. 

 

In den frühen 1970er Jahren begann sich François Morellet zunehmend für Architektur und Raum zu interessieren. Er nahm große Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum an, wie etwa für das Centre culturel in La Défense bei Paris. Morellet glaubte, dass Kunstwerke auf nichts als auf sich selbst verweisen sollten. Er benannte seine Werke oft nach Wortspielen, welche wiederum Regeln beschreiben, nach denen er arbeitete. Neben 130 Einzelausstellungen auf der ganzen Welt fand 2011 seine berühmteste Retrospektive im Centre Pompidou in Paris statt. Des weiteren hatte Morellet Ausstellungen im MoMA in New York und im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris.

 

François Morellets Arbeiten sind in vielen der weltweit wichtigsten Sammlungen vertreten, wie etwa in der Tate in London, dem Centre Pompidou in Paris und dem Los Angeles County Museum of Art in Los Angeles. Morellet starb 2016 im Alter von 90 Jahren in seinem Geburtsort.

Erhältliche Arbeiten: 7