Emil Schumacher

Emil Schumacher Biografie

Der deutsche Künstler Emil Schumacher, geboren 1912 in Hagen, Nordrhein-Westfalen, wuchs in turbulenten Zeiten auf. Er musste zahlreiche Hindernisse überwinden, welche sowohl seine Persönlichkeit als auch seinen experimentellen Zugang zu seiner künstlerischen Arbeit formten. Er ist bis heute einer der höchst geschätzten Künstler des Abstrakten Expressionismus in Deutschland.

 

Emil Schumacher begann sein Studium an der Kunsthochschule in Dortmund im Alter von 20 Jahren. Nach seinem Studium im Jahr 1935 arbeitete er als unabhängiger Maler, doch der Zweite Weltkrieg sollte auch an ihm nicht spurlos vorbei gehen. Schumacher wurde eingezogen, und so arbeitete der Künstler von 1939 bis 1945 in einer Rüstungsfabrik.

 

Im Jahr 1947 gründete Emil Schumacher gemeinsam mit einer Gruppe befreundeter Künstler das Künstlerkollektiv “Junger Westen”. Das Kollektiv machte es sich zur Aufgabe, das Ruhrgebiet und Deutschland insgesamt wieder mit der Modernen Kunst in Kontakt zu bringen, eine Verbindung, die im Naziregime verloren gegangen war. Um das Jahr 1950 vollzog Schumacher einen drastischen Wandel in seinen Werken, weg von seinem zuvor eher naturalistischen Stil hin zu einer abstrakteren Malweise. Er erkannte, dass für ihn die Aussagefähigkeit eines Bildes zunimmt, wenn er seine Technik abstrakter und mit einem stärkeren Fokus auf Farbe, Form und Materialien ausrichtet.

 

Dieser Wandel gab Emil Schumacher ein schärferes Profil und machte ihn international bekannt. 1958 wurde er mit dem Guggenheim Award in New York ausgezeichnet und nahm im selben Jahr an der Biennale von Venedig teil. In den 1960er und 70er Jahren begann Schumacher mit Action Painting zu experimentieren. Seine späten Arbeiten waren auffallend in ihrer Größe und offenbarten die ungehemmte malerische Freiheit, mit welcher er arbeitete. Er kehrte sogar in einigen Werken zur figurativen Malerei zurück, in Anlehnung an Motive seiner frühen Bilder.

 

1998 wurde Emil Schumacher beauftragt, ein Wandgemälde für den Berliner Reichstag zu produzieren. Er war einer der prominentesten Teilnehmer der documenta III in Kassel 1964. 1998 wurde ihm eine monumentale Ausstellung im Haus der Kunst in München gewidmet. Sein Talent, welchem er im Laufe seiner Karriere in Gemälden, Grafiken und Radierungen Ausdruck verlieh, beeinflussten die Kunstszene immens, und so kann man ihn ohne jeden Zweifel als eine der Schlüsselfiguren in der Entwicklung der Deutschen Nachkriegskunst bezeichnen. Schumacher verstarb im Jahr 1999 auf Ibiza.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise

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