Edward and Nancy Kienholz

Edward and Nancy Kienholz Biografie

Die berüchtigten groben Assemblagen von Edward und Nancy Kienholz, gemeinschaftlich unter dem Namen “Kienholz” bekannt, bestehen aus weggeworfenen Objekten und richten sich in einer einzigartigen Ausdrucksweise scharf gegen das Establishment. Kienholz waren in den 60ern und 70ern Teil der künstlerischen Avantgarde und der Funk-Art-Bewegung in San Francisco. Ihr Werk ist eine beißende Kritik an der Unmenschlichkeit des 20. Jahrhunderts und setzt sich in schockierender Intensität mit Themen wie Abtreibung, Geisteskrankheit und Rassendiskriminierung auseinander.

 

Edward und Nancy Kienholz’ Mixed-Media-Installationen verwenden die obszönen Trümmer der kontemporären Gesellschaf sowohl buchstäblich in Form von gefundenen Ramschobjekten, als auch metaphorisch, indem sie Emotionen und Bedürfnisse heraufzubeschwören versuchen, die normalerweise unterdrückt, zurückgewiesen oder stigmatisiert werden. Indem sie den Schmutz unserer Gesellschaft aufzeigen, erzeugen diese Werke Gefühle von Scham oder Ekel und rufen dadurch im Betrachter eine Reaktion gegenüber dem Grauen der Moderne hervor.

 

Der britische Kunstkritiker Brian Sewell bezeichnete Edward Kienholz einst als den “unbekanntesten, am meisten vernachlässigten und vergessenen amerikanischen Künstler der Beat Generation Jack Kerouacs der 50er Jahre” und beschrieb seine Bildsprache als “mindestens genauso düster, ungeschminkt, schäbig und deprimierend wie deren literarischer Wortschatz”. Kienholz’ Tod war genauso dramatisch, makaber und satirisch wie sein Leben: 1994 ließ er sich in einer der Installationen des Künstlerpaars begraben sein einbalsamierter Körper wurde zusammen mit einem Kartenspiel, einer Flasche Rotwein und der Asche seines Hundes in einen Packard gelegt. Das Auto wurde anschließend von Nancy zu einer Dudelsackversion von “Amazing Grace” in die Grabstätte gefahren.  

 

Das gefeierte Werk von Edward und Nancy Kienholz wurde bereits in international renommierten Museen wie der Neuen Nationalgalerie in Berlin und dem Centre Pompidou in Paris ausgestellt. 1996 hatten sie eine umfangreiche Retrospektive im Whitney Museum of American Art in New York, die anschließend noch im Museum of Contemporary Art in Los Angeles und der Berlinischen Galerie zu sehen war. Kienholz waren Teil der Biennale von Venedig 1990.

Erhältliche Arbeiten: 1

Kunstwerke und Preise

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