Dayanita Singh

Dayanita Singh Biografie

Die indische Fotografin Dayanita Singh, 1961 in New Delhi geboren, bezeichnet sich häufig als “Buchmacherin, die mit Fotografien arbeitet.” Singh nutzt die Fotografie, um die Sehgewohnheiten des Betrachters im Umgang mit dem fotografischen Bild zu erweitern. In ihrer Arbeit spielt sie mit verschiedenen Arten visueller Erzählungen. Einen Namen machte sie sich durch ihre Dokumentation des Meisters Zakir Hussain beim musikalischen Tabla-Spiel. 1986 veröffentlichte sie das zugehörige Buch, Zakir Hussain.

 

Wenige Jahre später lernte Dayanita Singh Mona Ahmed kennen, eine beschnittene Frau, die ihre Muse und beste Freundin wurde. Singhs Werk Myself Mona Ahmed, 2001, war in Teilen autobiografisch, aber auch fiktiv und eine Fotoreportage. Von Kritikern gefeiert, verlieh es ihr internationales Profil.

 

1980 bis 1986 studierte Dayanita Singh visuelle Kommunikation am National Institute of Design (NID) in Ahmedabad und absolvierte einen Kurs in Fotojournalismus und Fotodokumentation am International Centre of Photography in New York.

 

Singh sieht ihre Fotografien nicht als einzelne Bilder, sondern vielmehr als miteinander verbundene körperliche Werke. Für die Präsentation ihrer Arbeiten experimentiert sie mit verschiedenen Techniken. So inszeniert Dayanita Singh ihre Arbeit als visuelle Poesie, benutzt Projektionen oder nutzt große Holzvitrinen, welche ihren Werken vielschichtige Bedeutungen verleihen. 2010 wurde ihr eine Einzelausstellung in der Fundacíon Mapfre in Madrid gewidmet. Außerdem stellte sie 2012 im Bildmuseet Umeå in Schweden aus. Singh lebt zur Zeit in New Dehli und jettet regelmäßig in der Welt umher. 2013 wurde die Künstlerin im Deutschen Pavilion der Biennale von Venedig vorgestellt. Ihr internationaler Bekanntheitsgrad steigt stetig.

Erhältliche Arbeiten: 1

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