Daniel Arsham

Daniel Arsham Biografie

Der amerikanische Künstler Daniel Arsham nähert sich seiner Arbeit, zu der Malerei, Installationen sowie Bühnenbilder gehören, aus einer beinahe wissenschaftlichen Perspektive. Die Kombinationen von Materialien und Handlungen in seinen Werken sind oft unerwartet und überraschend. Seine Techniken erwuchsen aus seiner Leidenschaft zu Dokumentationen und Architektur. Arsham wuchs in Miami auf und erlebte dort die Zerstörung seines Zuhauses durch den Hurrikan Andrew. Dieses Erlebnis war ein Schlüsselmoment in seinem Leben, welches seine künstlerische Arbeit bis heute maßgeblich beeinflusst. Der Sturm, dem er in Miami ins Auge geblickt hatte, findet sich in seinen Arbeiten wieder, indem er diese Ereignisse zu erinnern und bewahren sucht. Scheinbar als Überbleibsel sind die Objekte aus dem Schutt und den Trümmern geholt worden, um Teil  eines größeren, kontrollierten Chaos zu werden.

 

Obwohl Daniel Arsham die Fotografien, welche er in den Trümmern der Ereignisse als Junge aufnahm, behielt, stellte er sie bis jetzt nicht aus. Es ist vielmehr die Kamera, welche er damals benutze, die als Relikt entfernter Ereignisse dient. Seine Serie Future Relic umfasst Videos und Skulpturen veralteter technischer Apparate, gegossen aus natürlichen Substanzen wie Kristallen oder Asche. Archäologie und Wissenschaft, Vergangenheit und Zukunft – zwischen diesen Polen bewegt sich Arsham in seiner vielseitigen Arbeit. Er studierte an der Cooper Union in New York und blieb daraufhin in der Stadt. Bereits kurz nach seinem Abschluss erhielt er Aufträge von dem legendären Choreographen Merce Cunningham und dem Dior Designer Hedi Slimane. Arsham gründete auch das Gemeinschaftsprojekt Snarkitecture, mit welchem er die Grenzen der Architektur aufzulösen versucht.

 

Geboren wurde Daniel Arsham im Jahr 1980. Seine Arbeiten wurden bereits im MoMA PS1, New York, dem Museum of Contemporary Art, Miami, der Biennale von Athen, dem New Museum, New York, dem Mills College Art Museum in Oakland und dem Carré d’Art in Nîmes, Frankreich, gezeigt. 

Erhältliche Arbeiten: 5