Chuck Close

Chuck Close Biografie

Chuck Close revolutionierte in den 60er Jahren die Porträtmalerei, zu einer Zeit, in der dieses Genre gerade von der Fotografie verdrängt zu werden drohte. Seine Arbeiten beruhen auf Fotos, die er mittels eines Rastersystems in kleine Einheiten unterteilt. Mit Hilfe der Pixilationstechnik verwandelt er diese in großformatige monochrome oder farbige Gemälde, die vom Fotorealistischen bis zum beinahe Psychedelischen reichen. Durch seine einzigartige Kombination von handwerklichem Geschick und Technologie bewegt er sich nahtlos zwischen verschiedenen Medien. Close beherrscht eine Vielzahl von Mal-, Zeichen- und Drucktechniken mit Hilfe derer er die Grenzen der Porträtkunst ständig auf unvorhergesehene Weisen auslotet. 

 

Interessanterweise leidet Close an Prosopagnosie, der Unfähigkeit, das Gesicht einer bekannten Person wiederzuerkennen. Seine Arbeit ermöglicht es ihm, sein visuelles Gedächtnis zu verbessern, was auch seine anhaltende Faszination für das Genre erklärt. Wie Close es selbst ausdrückt: "Ich war mir nicht bewusst darüber, dass ich mich aufgrund meiner Schwierigkeit Gesichter zu erkennen für die Porträtmalerei entschied. Das merkte ich erst zwanzig Jahre später, als ich mich fragte, warum ich immer noch Porträts male, warum mich das immer noch fasziniert." Closes Arbeiten zerlegen die Gesichtsmimik in winzige Farbflecken und ermöglichen somit eine neue Wahrnehmung  des menschlichen Gesichts  eine Art optisches Training, sowohl für den Künstler, als auch für den Betrachter.

 

Close wurde 1940 geboren und hatte bereits zahlreiche Ausstellungen in renommierten Museen und Institutionen weltweit, darunter eine umfangreiche Retrospektive im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid im Jahre 2006 und eine Ausstellung in der Eremitage in Sankt Petersburg im Jahre 2008.  Er hat zudem an der documenta V (1972) und der documenta VI (1977) sowie der Biennale von Venedig 1993, 1995 und 2003 teilgenommen. Closes Arbeiten sind unter anderem in den Sammlungen des Centre Georges Pompidou in Paris und der Tate Modern in London vertreten. 

Erhältliche Arbeiten: 6