Christo & Jeanne-Claude

Christo & Jeanne-Claude Biografie

Christo Vladimirov Javacheff und Jeanne-Claude sind ein Künstler-Ehepaar, das für seine großformatigen Kunstwerke im öffentlichen Raum bekannt geworden ist. Sie wurden beide am selben Tag im Jahr 1935 in verschiedenen Ländern geboren; Christo in Bulgarien und Jeanne-Claude in Marokko. Jeanne-Claude starb 2009 und Christo setzt die gemeinsame Praxis heute alleine fort, indem er die Skulpturen realisiert, die sie gemeinsam unter ihrer beider Namen geplant haben.

 

Das Paar begegnete sich zuerst in Paris, nachdem Jeanne-Claudes Mutter Christo beauftragt hatte, ihr Porträt zu malen. Sie verliebten sich und begannen in den 1960er Jahren, gemeinsam Werke zu schaffen. Bis 1994 arbeiteten sie ausschließlich unter dem Namen von Christo, im Bewusstsein der Probleme und Marginalisierung, mit denen Künstlerinnen häufig konfrontiert waren. Christo war und ist für die Erstellung der vorbereitenden Drucke und Zeichnungen für jede Installation verantwortlich. Dabei verwendet er auch verschiedene Methoden der Collagetechnik. Aufgrund der Vergänglichkeit ihrer skulpturalen Arbeiten sind diese Drucke sowie die Aufnahmen ihres Fotografen Wolfgang Volz die einzigen Zeugnisse, die von ihren Werken übrig bleiben.

 

Christo & Jeanne-Claude wurden berühmt mit ihren Verpackungsprojekten. Sie verpacken alle Arten von Objekten, die von Autos über Zeitungen bis hin zu Menschen in Seidenstoffen reichen, welche sie auf eine einzigartige ästhetische Form reduzieren. Ihr bekanntestes Verpackungsprojekt ist die Umhüllung des Reichstagsgebäudes in Berlin. Nach einem fast zwei Jahrzehnte dauernden bürokratischen Kampf erhielten sie 1995 endlich die Genehmigung für diese Arbeit und ihre Installation blieb für zwei Wochen bestehen.

 

Christo & Jeanne-Claude betonen, dass keine ihrer Arbeiten eine Bedeutung jenseits der Ästhetik hat und dass Versuche, eine soziale oder politische Analyse durchzuführen, sinnlos sind. Die künstlerische Mission von Christo & Jeanne-Claude besteht darin, monumentale, vergängliche, schöne und absurde Objekte zu schaffen, die einen alternativen Blick auf vertraute Landschaften ermöglichen. Für ihre Arbeit haben sie Inseln in der Nähe von Miami mit Stoff umgeben, die Brücke von Pont Neuf in Paris ummantelt, eine Reihe von Toren geschaffen, die im New Yorker Central Park zu sehen waren und auch auf der Documenta 4 gezeigt wurden.

Erhältliche Arbeiten: 10