Chitra Ganesh

Chitra Ganesh Biografie

In ihren ungewöhnlichen, manchmal auch unheimlichen Arbeiten beschäftigt sich Chitra Ganesh häufig mit feministischen Themen. Sie orientiert sich in ihren Darstellungen am Ikonenkult der Popkultur sowie an den bildlichen Traditionen Südostasiens. Obwohl ihre Werke vordergründig nicht von Religion handeln, finden sich in den Bildern viele visuelle Verweise auf den Hinduismus und mitunter auch auf die griechische Mythologie. Frauenfiguren sind besonders stark repräsentiert und werden oft als energetisch, mächtig und erotisch gezeigt.

 

Chitra Ganesh beobachtet die politischen und literarischen Entwicklungen unserer Zeit und antwortet darauf mit den Mitteln der Malerei, der digitalen Fotografie, der Installationen und der Collage. Ihre digitalen Collagen beziehen sich häufig auf den bekannten Schriftsteller Amar Chitra Katha, dessen Bücher vor allem Kindern die indische Geschichte und deren Erzählungen näherbringen sollen. In ihren Arbeiten setzt sich Chitra Ganesh außerdem oft für Menschen am Rand der Gesellschaft ein und lenkt unseren Blick auf individuelle Welterfahrungen, vor allem auf die andauernde Unterdrückung der Frauen im modernen Indien und ihre untergeordnete Rolle Männern gegenüber.

 

Chitra Ganesh, die 1975 als Tochter indischer Einwanderer in New York geboren wurde, wuchs in Brooklyn und Queens auf und besuchte währenddessen regelmäßig Indien. Nach einem Studium an der Brown University erhielt sie im Jahr 2002 ihren MFA der Columbia University.

 

Im Jahr 2010 wurde Chitra Ganesh der Joan Mitchell Foundation Award for Painting and Sculpture verliehen. Es folgte 2012 das John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship in the Creative Arts. Ganesh war Teil der Ausstellung Charlie, die im Jahr 2002 im MoMA PS1 in New York stattfand. Im Jahr 2012 hatte sie unter anderem eine Einzelausstellung in der Göteborger Kunsthalle in Schweden. Chitra Ganeshs Werk Eyes of Time war von 2014 bis 2015 ein wichtiges Ausstellungsstück des Brooklyn Museums in New York.

Erhältliche Arbeiten: 4