Carroll Dunham

Carroll Dunham Biografie

Carroll Dunham gilt als der ordinärste Maler unserer Zeit, macht sich jedoch wenig aus solchen Bezeichnungen und folgt unbeirrt seiner unverwechselbaren Kunstpraxis. Viele Kritiker sind der Meinung, dass Dunham mit seiner experimentellen Kombination aus Abstraktion und Figuration den Weg für zahlreiche andere amerikanische Künstler ebnete. Auch Elemente der Pop-Art und des Graffiti finden Eingang in sein Werk. Er ist der Vater der erfolgreichen Schauspielerin Lena Dunham und geht schon seit den 80ern seinen eigenen Weg, ohne sich von vorherrschenden stilistischen Trends beeinflussen zu lassen.

 

Carroll Dunham, der 1949 in Connecticut geboren wurde, lebt heute abwechselnd in seiner Heimatstadt und in New York. Anfänglich produzierte Dunham farbintensive Kompositionen auf Holz, die der natürlichen Maserung des Materials folgten, sowohl in der Kontur als auch in der Form.  In diesen frühen Arbeiten verschmelzen biomorphe und comicartige Figuren mit leuchtenden Szenerien, die häufig sexueller Natur sind. Dunham hat eine Vorliebe für erniedrigende und anstößige Motive und setzt sich dadurch, möglicherweise unbewusst, über jegliche ästhetische Norm hinweg. Dies lenkt jedoch nie von der eigentlichen Fülle seines Stils und der psychologischen Tiefe seiner Arbeiten ab. Dunham ist ein Meister darin, komplexe und schwierige Wahrheiten anhand von unangemessenen und oberflächlichen Themen zu durchleuchten.

 

Carroll Dunham ist sowohl in Europa als auch in Amerika äußerst populär und hat seine Werke bereits vielerorts ausgestellt. Zudem wurden bereits diverse Essays über seine Arbeit publiziert. 2002 fand eine Retrospektive seines Werks im New Museum in New York statt, die 2008 auch im Millesgården in Stockholm zu sehen war. Dunham war auf unzähligen Whitney-Biennalen vertreten und hat an zahlreichen Ausstellungen in einigen der größten Kunsteinrichtungen der Welt, wie etwa dem MoMA in New York und dem Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris, teilgenommen. Seine Arbeiten sind in vielen Museen weltweit zu sehen, unter anderem in der Tate London, dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles und dem Museum Ludwig in Köln.

Erhältliche Arbeiten: 12