Beatriz Milhazes

Beatriz Milhazes Biografie

Die 1960 in Brasilien geborene Künstlerin Beatriz Milhazes ist international bekannt für ihre großformatigen abstrakten Werke in leuchtenden Farben. In ihren kaleidoskopischen Bildkompositionen vereint die Künstlerin Prinzipien von Ordnung und Chaos, Rationalität und Irrationalität, Kontrolle und Spontaneität. Brasilianische und europäische Einflüsse aus der Musik, der Kunst und der Architektur ziehen sich durch das Werk von Milhazes und verleihen den Arbeiten einen wiedererkennbaren Stil.

 

Beatriz Milhazes’ malerisches Werk basiert auf mehreren Arbeitsschritten. Zuerst malt sie das Motiv auf eine Glas- oder Kunststoffplatte. Anschließend wird das Muster von der Fläche abgezogen, um es auf Papier oder eine Leinwand zu übertragen. Manchmal werden die Ornamente bei diesem Prozess perfekt auf die Oberfläche des Werkes aufgetragen, während bei anderen Versuchen kleine Makel sichtbar werden können. Auch diese Risse und Löcher tragen zu den komplexen Bildoberflächen der fertigen Arbeiten bei und zeigen uns, welche Rolle der künstlerische Prozess und dessen oft zufälliger Verlauf in Milhazes’ Arbeiten spielt.

 

In ihren geometrischen Abstraktionen bezieht sich Beatriz Milhazes oft auf traditionell von Frauen ausgeübte Handarbeitstechniken wie das Klöppeln von Spitze, Sticken oder Stricken. Das Thema der Weiblichkeit steht in ihrer Arbeit immer im Vordergrund und drückt Milhazes’ persönliche Beziehung zur Welt aus. Obwohl ihre Werke also einen emotionalen Blick auf unsere Kultur werfen, betont Milhazes, dass “Struktur und Ordnung” in ihrer Kunst am wichtigsten sind.

 

Beatriz Milhazes vertrat Brasilien bei der Biennale von Venedig im Jahr 2003. Sie zeigte außerdem bereits Einzelausstellungen im Perez Museum in Miami, der MALBA Foundation in Buenos Aires, der Fondation Beyeler in Basel und der Pinacoteca von São Paulo. Ihre Arbeiten werden weltweit in wichtigen Institutionen gezeigt, wie etwa dem Guggenheim Museum, dem Metropolitan Museum of Art und dem MoMA in den USA, dem Reina Sofía in Madrid und dem 21st Century Museum of Contemporary Art in Japan.

Erhältliche Arbeiten: 2

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